Arbeit geht weiter..

Es ist nun Mai und eines unserer treuen Familienmitglieder hat Geburtstag. Ob sie das weiß bezweifele ich aber freuen über das Lekerli tut sie sich trotzdem. Unsere liebe und treue alte Dame ist 12 geworden.

Mit der gröbsten Arbeit getan warte ich nun auf Conni die zwei Tage zuvor noch daheim war und

sie ist gut angekommen. Jetzt bin ich nicht mehr alleine. In der Wiedersehensfreunde sind wir gleich Essen gegangen.

Am nächsten Tag geht es weiter. Manche Arbeiten kann man nicht alleine verrichten. Zusammen wollen wir den Innenborder (auch Yanmar Segel genannt) starten und …..nichts geht. Fränkisches Fragewort mit zwei Buchstaben: Hä?? Was ist los? Starterbatterie kaputt? Nö. Batterie voll im Saft. Also überlegen und nochmals überlegen. Zum Schutz der Hausbatterien wurde ein System installiert das den Strom nur in eine Richtung erlaubt. Also Rückbau bzw. System überbrücken. Und siehe da Motor läuft. Das ist aber ganz blöd denke ich mir, kontaktiere Peter in Australien und klage ihm mein Leid. Halbe Stunde später erhalte ich eine WA von Peter mit einem Schaltplan wie ich was tun muss.

Sieht doch gar nicht schwierig aus. Ist gleich gemacht. Ich begebe mich an die entsprechende Stelle im Boot und mein Gott was ist das….

Ist mir schlecht geworden. Aber ich komme nicht drum rum. Peter tröstet mich und sagt mach alle Kabel weg und entsorge die die du nicht mehr brauchst. Das macht der Andi brav auch und verdrahtet das nach Anleitung vom Peter. Und siehe da, Eureka, Motor funktioniert auch mit integriertem DC/DC Wandler. Ah wie schön die Welt doch ist….bis wir ins Boot hineingehen. Das ganze Bordnetz, also Beleuchtung, Bord- und Navigationsinstrumente, Schalttafel, Router und Fernseher ist TOD. Mucks mäuschen tod. Nichts geht mehr. Ich bin der Ohnmacht nahe. Jetzt brauche ich einen Elektriker. Ich mache mich auf die suche im Boot den ich weiß, Peter hat immer alles dokumentiert. Ich finde einem Schaltplan

und kontaktiere erneut Peter. Der ließt sich in Ruhe, er kann das denn er hat keine Probleme, meine Nachricht an und schreibt mir zurück ich soll ihm alles erklären und mit Bilder zeigen was ich gemacht habe. Danach kommt die Antwort: du hast zu viel abgebaut. Das Boot verfügt über einen doppelten Stromkreislauf damit man im Notfall den Motor über die Hausbatterien laufen lassen kann. Himmel sakra woher soll ich das wissen!! Also Plan her, alte Bilder auskramen und loslegen. In einer Woche haben wir Termin um ins Wasser zu gehen. Bis dann muss alles funktionieren oder das Boot bleibt auf dem trockenen. Zwei Tage harte Arbeit (auch am Vatertag!!) mit viel Fluc….

und das Boot ist wieder in Ordnung. Alles funktioniert wie gehabt auch mit der neuen Infrastruktur.

Der extrem starke Suchscheinwerfer ist auch montiert.

Wir haben zusammen die Genua hochgezogen aber es gibt noch viele Kleinigkeiten zu erledigen.

Unter anderem steht noch die Reparatur des Aussenborders an. Der will auch nicht mehr so richtig. Warum muss immer alles nach der Wintersaison streiken. Vielleicht wollen alle Sachen das ganze Jahr über verwendet werden?!! Am Nachmittag will Conni spazieren gehen. Ich kann nicht laufen. Habe mir das Kreuz beim Aussenborderaufbau verrissen aber ich kann Fahrrad fahren. Also Fahrradtour in der Umgebung..

Letztendlich landen wir wieder bei unserer Taverna Panos

die abends nach 20:00 voll ist und nehmen eine Kleinigkeit zu uns. Man bekommt kaum einen Platz. Sind alles Leute aus der Marina die demnächst aufs Wasser gehen.

Wir geben kräftig Gas mit unseren Arbeiten und erledigen eine der uns wichtigen Arbeiten. Wir nähen uns einen Sonnenschutz für das ganze Boot. Der ist sehr groß und wir nutzen das Wochenende da in der Marina nicht gearbeitet wird und breiten den Stoff vor dem Boot auf den Boden aus um ihn zu schneiden und zu nähen.

Nachdem das Thema fertig ist fangen wir mit dem Aufräumen auf den auf dem Boot liegt alles mögliche rum. Endlich sieht es gemütlich aus.

Zwischenzeitlich haben wir Diesel getankt, ca. 400 Liter, die Wassertanks vollgemacht, nochmals 450 Liter, die Hausbatterien vollgeladen und als eine der letzten Vorbereitungen werden die Gast- und Heimatland Fahnen gesetzt.

Jetzt können wir nur warten bis wir abgeholt werden.