Reparaturen gehen weiter
Wir sind weiter vor Anker an unserem Ankerplatz in Preveza und ich werde diesen nicht verlassen bevor alles auf dem Boot so funktioniert wie es soll.
Nach dem schönen Segeltag mit den Freunden habe ich eine unruhige Nacht hinter mir. Das Thema mit dem nicht Laden der Batterien läßt mich nicht los, ist ernsthaft und beschäftigt mich sehr. Mir fällt ein Gespräch mit Peter ein in dem er welche Dioden erwähnte. Ich durchwühle meine ganze WA Kommunikation mit Peter und finde die Nachricht. Ich lese sie mehrmals, übersetze sie auf deutsch, kucke mir die Schaltpläne an, messe alles durch und verstehe die Welt nicht mehr. Die Diode ist mit der Sperre auf dem Pluspol. Also muss der Strom fließen von Minus nach Plus. Was solls. Ich riskiere es. Baue die Dioden aus, eine kleine Brücke ein und siehe da. Alles geht wie es soll. Die Solaranlage lädt die Haus- und Staterbatterie. Ihr könnt euch nicht vorstellen was für ein Stein mir vom Herzen gefallen ist. Bei trüber Wetter fließen trotzdem 8-10 Ampere in die Batterien. Bin happy.
Als nächstes nehme ich mir den Fernseher vor. Der Campingfernseher ist am 220V Netz angeschlossen. Warum auch immer springt der FI und das zwar nur wenn der blöde Ferhnseher in der Steckdose ist. Er kann aber auch 12V. Also baue ich einen Adapter für den Zigarettenanschluß und will den testen. Klar nichts geht. Ich messe und baue die Dose aus, finde dabei noch einen Schalter dessn Sinn ich noch ergründen muss. Purr hat für mich noch viele Geheimnisse.. Aber bei der Gelegenheit, ihr werdet lachen, finde ich das 12V original Kabel des Fernsehers. Ich baue es um, schließe es direkt an einem 12V Anschluß an und alles ist gut. Jaaa die EM kann kommen.
Morgen nehme ich mir die Lichtmaschine vor. Wenn ich das auch geschafft habe stehen nur noch einige Kleinigkeiten bevor: eine Tischerweiterung, das blaue Licht im Bad usw.
Es ist Pfingstsonntag. Conni will an Land gehen mit ihren Stöcken. Ich bringe sie hin und komme schnell aufs Boot zurück um mir das Thema der Lichtmaschine vorzunehmen. Zuerst kucke ich im Web nach ob ich eine Anleitung finde denn ich habe in meinem Leben noch nie eine Lichtmaschine in der Hand gehabt. Peter hat mir eine Anleitung geschickt aus der ich nicht so richtig schlau werde. Für ihn ist es eine Selbstverständigkeit. Kein Problem. Er hat den Laderegler der Lichtmaschine so umgebaut wie er ihn brauchte. Auf dem unteren Bild sind die gelben Kabel zu sehen die herrausgeführt wurden. Gott sei Dank hat er den original Laderegler noch an Bord.

Also baue ich die Lichtmaschine aus und den Laderegler ab.

Jetzt bin ich aber ganz verwirrt. Wie auf den Bildern zu sehen ist hat der einzubauende Laderegler mehr Kabel als der der drin war. Da fällt mir ein das Peter sagte das wäre der original Laderegler. Also kucke ich erneut im Web und finde ein Bild das zu meinem Laderegler passt. Die Kabel im Laderegler sind merkwürdig verbogen. Ich gebe ihnen die vermutlich originale Biegung zurück und kucke wo was auf die Lichmaschine passt. Ok. Die zwei gelben über kreuz unten, der rotgrüne rechts, der grüne links. So müßte es passen. Ich baue alles wieder zusammen und die Lichtmaschine mit Müh und Not wieder ein. Die ist verdammt schwer und man hat nicht den Platz wie auf dem Tisch zu arbeiten. Wenn etwas einem aus der Hand fällt dann liegt es unten in der Bilge unter dem Innenborder und das für alle Zeiten denn da kommt man nicht mehr hin. Also schön langsam und vorsichtig mit viel Geduld arbeiten. Als sie eingebaut ist werden alle Kabel angeschlossen, die Trennschalter wieder eingeschaltet und nun erfolgt der Test. Und siehe da: die Hausbatterien werden geladen und der Drehzahlmesser zeigt was an. Ich bin happy.
In der Zwischenzeit bereitet Conni unser Abendessen vor

Die haben wir frisch vom Fischer gekauft sobald er im Hafen um die Ecke war. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie teuer die waren!! 3€! Nicht das Stück! Beide zusammen. Beim nächsten Mal holen wir uns bei dem guten Mann eine Tüte Scampi und Kalamari.

Die Möven haben sich über die Fischreste gefreut die Conni ins Wasser geworfen hat.

Der Fisch war extrem lecker, süßliches, schmackhaftes Fleisch mit weniger Gräten als eine Makrele.