Keri auf Zakynthos

Wir starten früh in Poros auf Kefalonia den bis Zakynthos sind es ca. 26sm. Wir wollen zielstrebig in die Schmuggler- oder Piratenbucht eine sehr berühmte Stelle auf Zakynthos und eine der Atraktionen. Die Stelle auf meinem Kartenplotter ist als Sperrzone markiert und weitere Recherchen ergeben das nach dem Felssturz 2018 bei dem 7 Touristen verletzt wurden und drei Ausflugsboote gekentert sind, die Bucht seit der Saison 2023 gesperrt ist. Man darf reinfahren aber nicht Ankern oder an Land gehen. Also können wir nur ein Bild machen. Im Hintergrund sieht man das Wrack und links (die helle Stelle) was abfiel.

Die Planung war von hier zurück in den Norden der Insel nach Agios Nikolaos und am nächsten Tag nach Keri in den Süden. Aber ….. die Wetterverhältnisse haben sich geändert. Wir haben einen sehr günstigen Wind und ich beschließe direkt in den Süden nach Keri zu fahren. Gut das sind nochmal fünf Stunden fahrt aber was solls. Man muss den Wind nutzen. Also Spinnaker raus und los und „Attacke Vollgas“ würde jemand sagen.

Klar unterwegs wechseln wir uns ab

Die Westküste von Zakynthos ist eine wunderbare Anreihung von Felsformationen, Höhlen und Buchten in einem Schönheitswettbewerb.

Wir haben natürlich viele Bilder gemacht. Hier noch ein Video von einer engen Passage

Wir fahren um die südliche Spitze der Insel herum und schlagartig ist Ruhe. Der Wind ist weg und das Wasser ruhig. Als wäre hier eine andere Welt. Wir schlingeln uns durch die angelegten Boote und suchen einen Platz in der Nähe des Strandes. Wie man sieht sind wir in der ersten Reihe.

Werfen den Anker, bereiten das Beiboot vor, gehen schwimmen und anschließend an Land um etwas zu essen. Unseren Wohnsitz immer im Blick.

Wir sehen ein Dinghi das unser Boot umfährt und genau betrachtet. Dann sehen wir sie zu ihrem Schiff fahren. Ok jetzt wissen wir warum. Ihr Schiff ist eine kleine Schwester von unserem.

Tag 2

Morgens mache ich gleiche eine Runde mit der Drohne. Keri Hafen

Der einzige Nachteil dieses wunderbaren Ortes ist der Sumpf. Von hier aus schwärmen in der Abenddämmerung meine Erzfeinde. Die Schnaken.

Die haben mich zum fressen gerne. So sieht es morgens bei uns am Heck an der Decke aus

Dafür entschädigt einen der Sonnenaufgang.

Wir wollen uns heute ein Auto mieten und die Insel erkunden.

Wir starten in die Hauptstadt der Insel die selbstverständlich Zakynthos heißt. Finden schnell einen Parkplatz und machen uns zu Fuß durch die Stadt. Schlender durch die Fußgängerzone

Conni geht ihrer Lieblingsbeschäftigung nach wie jede Frau

betracheten die Fahrradwege

als es plötzlich scheppert. Es wird überall geparkt ob verboten oder nicht, gefährlich oder nicht ist Wurscht. Hier im Bild oben muss man sich am rechten Fahrbahnrand noch einige Roller und Motorräder vorstellen. Ein vorbeifahrender Lieferwagen hat einen Roller erwischt. Der Stau hat keine 90 Sekunden gedauert. Wie es geregelt wurde wissen wir nicht aber es war schneller vorbei als wir hingelafen wären 🙂 Unterwegs sehe ich eine interessante Methode sich vor Blitzern zu schützen. Würde die bei uns auch funktionieren? So eine dunkle Plexiglasscheibe über dem Nummernschild!!

Wir besuchen eine Kirche

und noch eine

landen am Marktplatz

und schließlich in der Seemannskirche am Hafen

Im Hafenbereich sind zwei Kreuzfahrtschiffe die ihre Touristen gerade an Land bringen. Hier warten nun die schönen Pferdekutschen für die Stadtrundfahrten. Der junge Hengst ist ganz aufgeregt.

Wir schauen im Hafen nach schönen alten Schiffen

und machen uns auf den Rückweg zum Auto an einer lustigen Bar vorbei

auf zur Inselrundfahrt. Wir sammeln unterwegs viele Eindrücke von

Kirchen und

alten Klöstern

einer alten Windmühle

machen eine kleine Pause

sehen Denkmähler oder

Perlhühner am Straßenrand. Fiden unterwgs eine lustige Hippiebar

und später

etwas ältere Olivenbäume. Wir fahren teilweise an der Küste entlang

und sind kurz nach 17:00 Uhr wieder in Keri. Am Ende des Tages war unsere Tour über 140Km und sah so aus

Wir habne viele Eindrücke gesammelt. War ein toller Tag.

Tag 3

Wir entdecken immer mehr Sehenswürdigkeiten und wollen heute zur Schildkröteninsel.

Die befindet sich in Sichtweite, ist nur 1,5sm von unserem Liegeplatz entfernt. Wir fahren mit dem Dinghi rüber in der Hoffnung Schildkröten zu sehen. Nach der 20 minütigen Überfahrt sind alle Hoffnungen weg.

Dieses eingezäunte Areal mit den, in meinen Augen Atrappen, aufgestelltem Nestschutz interessiert niemanden. Die ehrenamtlichen Studenten die hier früher tätig waren sind weg und ich glaube nicht das Schildkröten so dumm sind hier in diese Tourstenmengen zu kommen um ihre Eier zu legen.

Man kann auf dem Bild alleine am Ufer sechs Bar/Food Schiffe sehen die die unzähligen Touristen versorgen wollen. Jeder kann sich ein Boot mieten und hierher kommen oder man zahlt 25€ pro Nase um mit einem Schiff hierher zu gelangen. Der Zutritt ist nicht geregelt obwohl es ein Nationalpark ist und gem. Vorschrift von keinem Boot schneller als 6kn gefahren werden darf. Die Schnellboote rasen mit voll Speed auf die Insel zu damit die Touristen ihren Spass haben, lassen diese für 30 -60 Minunten an Land um im schönen klaren Wasser zu Baden und dann gehts zurück oder weiter je demnach wieviel man bezahlt hat (35€ – 90€). Also wir haben keine Schildkröten gesehen, nur die zerstörte Basis der Studenten, haben unsere Bilder gemacht und sofort verschwunden.

Man will hier auch wie überall nur unser Bestes. Lieber lassen wir es woanders

Wir hatten auf einer Tafel etwas von Rabbit gelesen und als ich Conni sagte das ist Hase wollte sie unbedingt das probieren. Also das Hasen Stifado war wirklich köstlich.

Tag 4

Keri ist ein toller Ort finden wir. Nicht so überlaufen wie die Hauptstadt aber sogar von dort aus werden die Touristen mit Bussen hierher gekarrt. Schöne Strände, tolle Buchten die nur mit dem Boot erreichbar sind und die Keri Höhlen. Schon am ersten Tag hatten wir die Horden von Booten entlang der Küste gesehen. Nachdem wir angefragt hatten was so ein Ausflug kostet und ich ein wenig eruiert habe wo die Höhlen sind wurde mehrheitlich beschlossen mit unserem Dinghi dahin zu fahren. Laut berechnung sollten wir in ca. 1 Stunde da sein. Also starten wir sehr früh am Morgen ca 08:15.

Niemand ist noch unterwegs und wir fahren und fahren. Wir sehen keine Höhlen. Wo verdammt sind denn die? Beim roten Kreis geben wir auf nach 1h 20min fahrt und kehren enttäuscht zurück. Plötzlich sehen wir ein Haufen Touriboote von denen manche sogar im Felsen verschwinden und woanders rauskommen. Ein gedränge wie am Plärrer. Durch das Abkürzen der Buchten hatten wir einfach die Höhlen übersehen und sind zu weit gefahren. Also jetzt rein ins Getummele.

Wir fahren den Einheimischen nach durch solche Steinbögen in die eine oder andere Höhle

mit kristllklarem wunderbarem Wasser

sind jetzt glückliche Besucher

Unser Tagesziel haben wir erreicht. Noch ein Paar Videos und dann ab nach Hause.

Unterwegs erkennen wir wie gut es war so früh aufgebrochen zu sein. Die vielen Leihboote fahren rücksichtslos. Hier werden Boote mit Aussenborder bis zu 30PS ohne Schein und Kenntnisse verliehen. Die fahren knapp an einem vorbei, werfen Wellen weil sie die Trimmung am Motor nicht einstellen und die kleineren Boote sind ihnen Wurscht. Hauptsache sie haben ihren Spass. Sollen sie haben denn dafür haben sie auch 240€ – 350€ für 6 Stunden bezahlt. Hehe wir haben vielleicht Sprit für 5€ verbraucht. Wir sollten heute Abend wieder essen gehen von dem Erspartem 😉

Am Nachmittag zieht es Conni wieder an Land. Ich bringe sie hin mit ihren Stöcken und sie marschiert los um neue Eindrücke zu sammeln.

In der Zwischenzeit mache ich mir auf dem Schiff zu schaffen und als sie zurückkommt gehen wir die obligatorischen Runden schwimmen.

Tag 5

Das Wetter bleibt weiterhin stabil. Früh morgens ist das Meer Spiegelglatt, gegen Mittag fängt der grieschische Wind es Arbeiten an und macht so gegen 18:00 Uhr Feierabend. Für heute haben wir uns als Ziel eine weitere Attraktion der Insel ausgesucht. Cameo Island ist nicht weit von unserer Liegestelle und wir wollten schon mal zu Fuß hin. Aber 8,5Km hin und nochmals zurück bei stahlender Sonne und über 30 Grad machen nicht so richtig Spass. Auf dem Seeweg sind es nur 4,11Km dahin. Also muss heute das Dinghi wieder daran glauben. Wir starten nicht mehr so früh und tuckern gemütlich dahin. Vom Wasser aus ist es ein schöner Anblick.

Die Insel ist sehr klein und durch eine Holzbrücke mit Zakynthos verbunden.

Wenn man auf die Insel will steht beim Eingang eine nette Dame die 5€ pro Nase will. Dafür aber gibt es einen Anhänger mit Erinnerungsbild für jeden von uns.

Ich habe nach dem Sinn der Tücher über der Bucht nachgefragt und der Fotograf erzählte mir ganz stolz das die Lokation sehr beliebt ist für Feiern und Hochzeiten. Sie hätten sogar bis zu drei Hochzeiten gleichzeitig auf der Insel. Wir machen auch ein Selfie

kucken uns auf der Insel noch um, lachen über einen Baumschutz der schon seinen Grund haben wird

und machen uns auf den Weg nach Hause. Es ist mittlerweile Wind aufgekommen und ich achte mehr auf die Wellen damit wir nicht naß werden. Und da geschieht das womit wir eigentlich nicht mehr gerechnet hatten. Conni, mein Adlerauge, hebt plötzlich die Hand zeigt in eine Richtung etwas BB von unserem Kurs und ruft „Schildkröte!!“

Wir sehen zuerst nur die eine. Als wir langsam näher fahren bemerken wir das es eigentlich zwei sind die mit ihrem Liebes- oder Paarungsspiel beschäftigt sind.

Wir wollen sie nicht weiter stören und fahren weiter. Plötzlich ruft Conni wieder „Schildkröte“ und wir pirschen uns heran

Als sie uns bemerkt, kuckt sie uns kurz mit ihren großen schwarzen Olivenaugen an, holt Luft und verschwindet. Wir lassen sie ziehen denn die Tiere sollen ihre Ruhe haben. Wir sind überglücklich. Seit einer Woche sind wir hier und haben jetzt endlich das Glück Schildkröten zu sehen. Schon alleine diese Begegnungen waren es den Ausflug wert.

Da wir morgen Keri und Zakynthos verlassen werden gibt es heute Abend ein Abschiedsessen.

Das Abschiedsessen war nichts besonderes da wir leider eine andere Taverna aufgesucht haben die Conni auf ihrer Wanderung gesehen hat. An sich sah alles gut aus aber die Portionen waren sehr übersichtlich. Als wir gingen überlegten wir und noch woanders einzukehren.

Am Abend dürfen wir, zumindest musikalisch, bei einer griechischen Hochzeit dabei sein. Die findet in einer Taverna am Hang hier in der Bucht statt.

Beunruhigender waren die Wetteraussichten für unsere Zielregion. Es wurden starke Winde vorhergesagt mit ca. 35Kn auf die wir beide keinen Bock haben. Abgesehen davon gibt es da im Golf von Patras und Korinth nicht viele Möglichkeiten sich zu verstecken. Daher haben wir beschlossen einfach drei Tage länger hier zu bleiben, sozusagen Abwettern. Wir sind ja nicht auf der Flucht. Conni geht fast jeden Tag spazieren um neue Eindrücke zu sammeln.

Nun haben wir die drei Tage abgesessen. Morgen gibts noch ein wenig Wind aber es langt. Wir fahren weiter. Zuerst ein Abschiedsessen in unserer Lieblingstaverna. Das war reichlich und sehr lecker.

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