Kyllini im Golf von Patras
Wir haben wirklich schweren herzens Keri auf Zakynthos verlassen. Es war super schön aber wir wollen weiter. Das Wetter ist noch immer nicht optimal für uns aber es wird auch nicht immer sein. Also weiter. Wir starten früh bei gutem Wetter aber sobald wir den Schutz der Insel verlassen zeigt sich das Ionische Meer und der Wind von einer anderen Seite. Knappe 20Kn auf die Schnautze sind nicht sehr schön. Unsere Purr schlägt ein Paar Mal und ich beschließe sofort schräg zum Wind zu fahren. Ich glaube das heißt Kreutzen ;-). Nur mit einem Kat Kreutzen ist hoffnungslos. Sagen wir mal 3sm zurücklegen, also knappe 5,5Km, bringen einen Fortschritt, Höhe gewinnen, von 0,8 – 1,0 Km. Wenn man da 30Km voran kommen will na dann prost Mahlzeit. Es vergehen drei heiße Sommer bis man ankommt. Im Schutz des Peloponnes gehe ich gegen den Wind an der auch nachgelassen hat, der Wind dreht zu unseren gunsten und am Nachmittag ist Kyllini in Sicht. Wir tasten uns langsam an denn die Anlegestelle ist in einem sehr seichtem Bereich mit Wassertiefen unter 1m und auf Grund laufen wollen wir nicht. Doch kuck mal.


Der ausgesuchte Liegeplatz ist bereits im Bereich mit einer Wassertiefe von unter 1m und wir haben noch immer eine Wassertiefe von 4,5m. Also wurde der Bereich ausgebaggert denn Kyllini ist auch ein Fährhafen. Da kommen die Fähren von Kefalonia und Zakynthos an. Abends kucken wir uns die Fähren an die aber erstaunlich keine Wellen machen. Gut für uns.

Der Ort hat nicht viel zu bieten bis auf eine kleine aber schöne Kirche.

Olympia
Der einzige Vorteil von Kyllini ist die Nähe zu Olympia, Kultstätte der Olympischen Spiele. Wir mieten uns ein Auto und es wird uns ein fast neuer Opel Corsa mit nicht mal 5T Km gebracht.

Da wir jetzt mobil sind nutzen wir die Gelegenheit und besuchen auf dem Weg zu Olympia die Stadt Pyrgos. Parken das Auto in der Nähe einer großen Kirche um die zu besuchen und platzen in die Vorbereitungen für eine Taufe. Die Kirche ist sehr schön.

In der Nähe der Kirche ist ein archeologisches Museum und ich habe eine gewisse Schwäche für die Geschichte der alten Kulturen. Nur ist hier in Griechenland nichts umsonst, nicht mal das Besichtigen alter Steine. Aber ……es gibt immer ein aber. Rentner zahlen nur die Hälfte. Hehehe also rein.


Hatte ich Erläuterungen in deutscher Sprache gar nicht erwartet. Bis jetzt haben wir alles nur in griechisch, englisch und italienisch vorgefunden.



Die Teile haben sie früher in der Gegend rumgeworfen einen Bronzediskus von über 5Kg nicht wie heute Männer 2Kg und Frauen 1Kg. Daher kommen vermutlich auch die UFO Sichtungen 😉
Wir schlendern noch ein wenig durch die Stadt


Wir finden überall eine Pflanze deren Blätter 5 Finger aufweist aber das ist glaube ich die falsche


und gehen zum Auto zurück bzw. wollen wir bei der Taufe vorbeischauen.


Anscheinend ist es Brauch das die zur Taufe Eingeladenen vor der Kirche mit Süsigkeiten und Limo bedient werden. Haben wir letztes Jahr auch gesehen. Aber genug jetzt wir müssen weiter.
Wir kommen in Olympia an und wollen ein Museum besuchen. Eintritt 12€ pro Nase. Nicht euer Ernst oder? Es gibt drei Museen und die archäologische Stätte. Da ist man ja gleich Pleite. Ich frage nach warum das soooo teuer ist und erfahre dass das Ticket für alles gilt, für Museen und archäologische Stätte. Und warum wird das nicht groß für jeden lesbar in 10.000 Sprachen abgeschrieben? Jetzt kommt der Hammer!! Ich zeige meinen deutschen Rentnerausweis, der Herr kuckt mich an und verlangt meinen Personalausweis, nickt freundlich lächelnd und verlangt nur 6€ pro Person. Deal Mann!! Das wäre geschafft. Rein ins Museum. Wo ist das nächste? Wo ist die archäologische Stätte? Nichts beschriftet. Keine Hinweise. Nur Schilder zu Hotel XY, zum Campingplatz, zur Polizei usw. Leute ich will zur archäologische Stätte. Genervt zückt man das Handy und bemüht Google. Mein Gott ist das weit zu laufen!! Aber wir haben doch eine Auto. Also zurück und Auto holen. Aber warte. Die Einheimischen Autos fahren alle in eine Straße die am Anfang so ein komisches rotes Schild mit einem weißem Streifen drin hat.

Kennt Ihr das? Seltsam!! Scheint keinen zu stören oder zu interessieren. Ich glaube am Auto auch ein griechsches Kennzeichen zu haben also darf ich auch rein. Nach knapp 1Km stehe ich samt Auto am Eingang der archäologische Stätte. Gem. Anleitung Google und Straßenverkehrsordnung hätte man einige Kilometer rundum fahren müssen. Wurscht. Gefunden. Los gehts.

Gleich am Eingang steht ein unscheinbares Schild das man genau lesen sollte und nicht erst wenn man geht. Mann hätte sich eine App installieren können die einem das Schilder lesen erspart hätte. Hätte hätte Fahrradkette…. Also Schilder lesen macht auch Spass. Wir machen Bilder


Hier war der Eingang zur Arena wo die Spiele stattgefunden haben

hier die Arena

Hier soll Kaiser Nero bein Besuch der Olympischen Spiele gehaust haben

hier wurden die Vorbereitungen für die Ring- und Boxkämpfe getroffen

Wir machen noch weitere Bilder


Da oben ist eine Säule des Zeus Tempels die mit Spenden eines deutschen Spenderinstitutes errichtet wurde. Unten ist eine Feuerschale zu sehen.

Ich komme auf die glorreiche Idee die Drohne zu benutzen. Kaum ist die oben schon steht ein Typ neben mir und erklärt mir das ich eine Fluglizenz brauche. Habe ich, bin registriert. Zeige ihm meine deutsche Registrierung. Ist ihm Wurscht ich darf nicht fliegen! Sagt wer frage ich? Er zeigt mir seinen Ausweiß als Security Guide. Ok überzeugt. Drohne kommt runter. Aber ein Bild habe ich doch gemacht. So.

Hätte gerne noch ein Video und mehrere Bilder gemacht aber bevor die mir die Drohne wegnehmen lass ich es lieber sein. Bei genauer Betrachtung der Umgebung sehen wir mehrere solte Männer und Frauen die unauffällig auf einer Bank im Schatten der Bäume sitzen. Die sind über das ganze Gelände verteilt. Warum wohl? Damit man keine Steine klaut glaube ich. Wir machen uns auf den Weg zurück und wollen nicht die öde Schnellstraße fahren. Conni lotzt mich, ich fahre. Kann nicht sagen durch wie viele Dörfer und wo genau wir durch sind. Kann mich nur an unendliche Felder mit milionen von Wassermelonen verschiedenster Sorten, Größen und Farben (hell- und dunkelgrün, gestreift und nicht) erinnern. Honigmelonen waren auch dabei. Dann kamen die Orangenplantagen. Km für Km. Am späten Nachmittag waren wir wieder am Schiff und ich bin meiner Lieblingstätigkeit nachgegangen. Etwas reparieren. Diesmal war es die Duschpumpe.

Ausgebaut, zerlegt, sauber gemacht, zusammengebaut und trocken getestet. Super geht wieder. Eingebaut und mit Wasser getestet. Ich glaube da kommt Wasser raus wo es nicht sollte. Klar die Membrane ist durch. Fazit? Neue Pumpe muss her. Frust? Nö. Wir gehen Essen. Hier in Kyllini machen die Griechen selber Urlaub. Für 26€ gab es Ouzo, Bier und einheimische Spezialitäten für zwei. Meine Portion habe ich sogar selber zusammengestellt da ich das Essen nicht mit Pommes oder Reis wollte wie auf der Karte sondern mit griechischem Kartoffelbrei der mit Olivenöl und Knoblauch zubereitet wird. Lecker. Was will man mehr? Anderswo kostet eine Portion so viel.