Moni Insel

Wir verlassen schweren herzens unseren ruhigen Liegeplatz in Korfos nicht ohne uns von Anastasia und Dimitri zu verabschieden. Wir überqueren nur die Bucht um an einer Taverna anzulegen die einen Wasseranschluß direkt am Meer hat. Hatten wir am Tag zuvor mit der Gastwirtin geklärt. Für 5€ können wir volltanken. Jetzt müsste das Wasser wieder 2 Wochen reichen. Nun starten wir Richtung Ägina. Es ist für uns ein Umweg nach Poros aber wenn wir direkt hinfahren wären wir viel zu früh da. Zur Entscheidungsfindung verwenden wir beide eine App die Navily heißt. Hier werden die Anlegestellen von Seglern beschrieben, empfohlen oder nicht, Warnungen vor nicht in den Karten gekennzeichneten Felsen oder am Meeregrund liegenden Gegebständen festgehalten und sind für jeden zugänglich. In den Orten werden Tavernen empfohlen oder nicht, Läden eingetragen die nicht mal Google kennt, Spritpreise an den Tankstellen im Grunde alle wichtigen Informationen für die Allgemenheit. Unser Ziel auf Ägina, Perdika, schneidet hier nicht besonders gut ab. Nein nicht die Stadt aber die Anlestellen und Möglichkeiten. Also beschließe ich die Insel Moni anzusteuern die vor der Stadt liegt, sehr schöne Buchten hat und bei den Seglern sehr beliebt scheint. Das stellen wir fest als wir ankommen. Wir waren nicht die einzigen die so gedacht haben. Die Buchten sind dermaßen voll das ich mein Schiff kaum durchsteuern kann. Die Schiffe liegen Fender an Fender zusammengepfercht und die Menschen schwimmen dazwischen. Das kann ja lustig werden. Beide Buchten sind überfüllt.

Diese Bilder entstanden erst sehr früh am nächsten Morgen als 2/3 der Schiffe schon am Abend davor die Liegestellen verlassen haben.

Wir kucken uns die Karte an und steuern um die Ecke rum. Halt da müsste auch was gehen. Also versuchen wir an einer ausgesuchten Stelle rückwärts mit Landleine festzumachen. Nach ein wenig Hick Hack liegen wir sicher. Der Anker ist tief im Sand vergraben, wurde nachher mit der Taucherbrille überprüft, mit 40m Kette und unsere zwei Landleinen umfassen riesige Felsbrocken.

Das haben wir aber gut gemacht bei unserer Unerfahrenheit in Sache römisch-katholisch Anlegen. Wir haben wunderbarer Wasser, einen kleinen Strand nur für uns und Ruhe denn wir sind Abseits von den anderen Schiffen. Am Abend hören wir Musik von der anderen Seite. Nicht lange!! Dachte wohl einer er sei alleine hier. Die anderen werden ihm schon was erzählt haben.

Das Wochenende steht bevor und die Lücken zwischen den Schiffen werden sich füllen so wie gestern. So wie einige im Bild oben geankert haben befürchte ich ein wenig Hafenkino beim verlassen der Stelle. Direkt neben uns wird sich auch keiner trauen, hoffentlich, denn ich habe gestern beim Schwimmen Felsen entdeckt auf denen ich hüfthoch aus dem Wasser komme. Ich denke wir werden das Wochenende hier verbringen. Die Stadt ist mit 1sm entfernt in Reichweite des Dinghi und die Insel von Vögeln bevölkert. Gestern sahen wir prächtige Pfaue. Wie sind denn die daher gekommen? Am Abend bewundern wir den schönen Sonneuntergang.

Tag 2

Die Nacht war ruhiger als erwartet. Wir haben gut geschlafen, also Conni, denn ich habe mich gestern beim Landleinen legen leicht verletzt. Bin mit dem rechten Fuß auf einem Stein unter Wasser ausgerutscht, habe mich auf der Innenseite am Knöckel aufgeschnitten aber schlimmer ist die Aussenseite. Bin irgendwie blöd an einen Stein gekommen, jetzt ist mein Knöchel angeschwollen, kann schlecht laufen und tut höllisch weh. Nun im Schlaf auf die rechte Seite gedreht und der stechende Schmerz stellte die Nackenhaare wie beim Wolf. Ok der Schlaf ist über alle Berge. Fernseh gekuckt und gewartet das es heller wird damit ich die Drohne fliegen lassen kann. Blog aktualisiert und gewartet das Conni aufsteht. Nach dem Morgentrunk wollen wir nach Perdika uns die Stadt anschauen. Ich überlege mit dem Taxi rüber zu fahren und Conni frägt wie kommen wir zum Taxi. Na mit dem Dinghi sag ich und wir lachen beide. Also Dinghi ins Wasser und auf nach Perdika. Der Hafen ist so wie von Navily beschrieben voll.

Jeder schmeist seinen Anker wie und wo er will, manche Ankern mitten im Hafen, Chaos pur. Gut das wir nicht da sind. Die Stadt hat nicht viel zu bieten. Eine kleine Kirche

an der Promenade jede Menge Tavernas und im HInterland jede Menge verfallene Häuser. Sieht teilweise heruntergekommen aus. Ab und zu gibt es einen schönen Garten.

Wir wollen eine Kleinigkeit Essen werden aber überall abgewiesen da es noch zu früh ist. Vor 13:00 Uhr macht keine Taverna auf. Dann Prost Mahlzeit zurück auf’s Schiff. Wir Essen und ich lege mich Schlafen. Dumpfe Bässe wecken mich!! Was ist da los? Conni sagt wir haben neue Nachbarn kuck mal.

Ich kucke mit die GOOD LIFE an. Schnuckeliges Teil. Dauert nicht lange und längseits legt bei ihr eine zweite Yacht an. Ich versuche im Web etwas über die Yacht heraus zu finden. Nix da. Gut dann will ich das festhalten. Drohne raus. Nur so um die Größenverhälnise aufzuzeigen.

Die armen Engländer haben jede Menge Angestellte die an Deck herumschwirren und wenn die Herrschaften Schwimmen gehen werden sie vom Beiboot begleitet. Personenschutz? Will doch icht tauschen 😉 ich kann mich frei bewegen wie ich will. Sogar ein schwimmendes Dock haben sie dabei wo sie ihre Jetski, SUP und Kajak unterbringen.

Hoffentlich bleiben sie bis Sonntag damit sie mich laut Jubeln hören wenn Spanien gewinnt. Sie haben ihre Landleine über meine auf „meinen“ Felsen gelegt. Das geht doch gar nicht ;-))

Tag 3

Das war eine unruhige Nacht. Ein permanenter Schwell hat uns die ganze Nacht gequält. Immer wieder gehen die Augen auf und der Blick nach draußen ist unvermeidlich. Sind wir fest? Passt alles? Nach den ruhigen Nächte in Korfos ist das hier eine wahre Qual. Gegen Morgen beruhigt sich alles und wir schlafen etwas länger. Conni fast bis 11:00. Was solls wir haben Zeit. Zu allem hinzu kommt noch eine riesige Motoryacht auf BB. Auch ein Engländer. Jetzt ist unsere kleine Purr zwischen zwei großen Yachten „eingeklemmt“. Klar ist Wochenende. Aber uns gefällt das nicht. Morgen hauen wir ab. Ich telefonieremit unserem Kontakt in Poros und kündige Liakos unsere Ankunft für Morgen an.

Nach unserem Morgentrunk starten wir die Erkundung der Insel. Die Anlegebuchten sind rappelvoll

und in der Badebucht sieht es nichz besser aus

Für ein Liegenpärchen und einen Schirm verlangen sie hier auch 20€ pro Tag. Das Taxiboot von Perdika hierher kostet 6€ pro Nase. Komm mit einer Familie mit 2-3 Kindern und gehe noch Essen dann bist pleite. Aber so ist der Urlaub.

Wir Wandern weiter über die Insel auf der Suche nach den Tieren die es hier geben soll.

Ok das bin ich auf einem Erinnerungsfoto an die Insel. Nicht mit einem Tier zu verwechseln. Dann entdecken wir ein Pfauen Männle

danach ein Weibchen

später noch ein Weibchen mit einem Kücken

Die schönen Vögel sind überall sogar auf den Bäumen

Dann sehen wir den ersten Hirsch der gefüttert wird. Offensichtlich kann man in der Bar am Strand eine Schüssel Salat kaufen um die Tiere anzulocken.

Wir wollen eine kleine Pause machen und Orangen Essen. Schneller als wir schauen können ist der erste Hirsch erschienen und ein Pfau kommt gleich dazu. Sie Fressen alles sogar die Orangenschalen.

Ganz schnell ist Conni umzingelt und der eine Hirsch ist so frech das er sogar die Orange neben Conni klaut.

Wir verzichten auf die Orangen und verfüttern sie an die Tiere. Nach dem Päuschen gehen wir weiter und entdecken eine Brutstätte, machen nur ein Bild und gehen gleich weiter um die Tiere nicht zu stören.

Auf dem Rückweg bleibt Conni stehen und zeigt mir was am Boden. Das ist eine Gottesanbeterin mit ihrem merkwürdigem Gang.

Es ist hier furchtbar trocken alles und im ganzen Wald liegt überall trockenes Holz und Unmengen an Piniennadeln herum.

Wenn hier ein Brand ausbricht gibt es nichts mehr zum löschen. Das würde alles brennen wie Zunder.

Schön war es hier aber es gibt mit SIcherheit weitere schöne Stellen in Griechenland.

Weiter geht’s.