Vorbereitungen für die neue Saison

Die Saison 2024 war interessant und ereignisreich. Leider nicht immer positiv wie die Erfahrung mit dem Einbruch in Itea gezeigt hat aber so ist das Leben. Nach der Saison ist vor der Saison und somit habe ich einiges vorzubereiten was sich in der letzen Saison als nicht vorteilhaft erwiesen hat.

Letztes Jahr hat unsere Purr neue Batterien erhalten. Dementsprechend musste einiges getauscht werden und ich habe leider einen Flaschenhals eingebaut. Der Ladebooster zwischen Lichtmaschine und Batterien erlaubt nur 30A. Die Lichtmaschine liefert aber 120A, somit werden 90A verworfen. Dieses Jahr werden zwei neue 50A Ladebooster parallel geschaltet eingebaut. Damit werden die Batterien mit 100A geladen wenn der Motor läuft. Die Batterien erlauben laut Spezifikation einen Ladestrom von 250A. Alles safe.

Nächster Punkt sind die Solarpanele. Wir haben drei 110W Solarpanele die im Bestfall 20A liefern. Diese sollen durch zwei 450W-550W Panele ersetzt werden. Dazu muss zuerst der Haltebügel am Heck angepasst werden. Die leistungsfähigeren Panele würden dann um die 70 bis 80 Ampere liefern. Der Laderegler der Solarpanele würde alles auf 70A begrenzen aber das würde vollkommen reichen im Hochsommer die Klimaanlage (ca. 60A) und den Watermaker nur über Solarstrom zu betreiben. Damit wären wir absolut unabhängig für Wasser und Strom. In der Saison 2024 haben wir öfters von anderen Seglern gehört das wegen Wasserkanppheit und den Bränden die Abgabe von Wasser verweigert wurde. Höchst unangenehm aber verständlich. Durch den Watermaker wäre auch das Problem mit dem Sparen der kostbaren Flüssigkeit überflüssig. Alle zwei Tage den Watermaker 3-4 Stunden laufen lasen und man hat ausreichend Wasser. Aber dazu muss er erst eingebaut werden und auch zuverlässig funktionieren.

Selbstverständlich muss wieder das Unterwasserschiff behandelt werden aber das größere Problem ist der Z-Antrieb der letzte Saison arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Muschelbefall war extrem und das verwendete Antifouling nicht das richtige. Jetzt muss er gründlich gesäubert werden und bekommt einen frischen Anstrich. Doch zuvor muss der, wenn auch minimal, Ölverlust beseitigt werden. Jaja. Ein Boot zu besitzen ist nicht nur Spass sondern auch sehr viel Arbeit.

Eine weiteres Vorhaben ist die Kopplung des Kartenplotters mit dem Autopiloten. Schöne Aufgabe. Der Autopilot ist 20 Jahre alt und kann nur NMEA 0183 aber ist ein profesionelles Gerät das auch heutzutage noch in der gleichen Version produziert wird. Der Kartenplotter kann aber NMEA 2000. Jetzt gilt es sich mit den zwei Protokollen vertraut zu machen und hoffentlich mache ich nicht so ein Blödsinn wie letztes Jahr als ich zwei Buchsen vertauscht habe und dadurch den Autopiloten lahmgelegt habe. Es ist so richtig doof eine 20 Sm Strecke nur mit dem Steuer zu fahren. Da ist der Autopilot ein Traum. Koordinaten eingeben, Einschalten und nur Auskuck halten ob was kommt. Zwischendurch Angeln oder Essen oder einfach die Landschaft geniessen.

Aktuell werden kräftig Einkäufe getätigt. Neue Festmacher Leinen, eine Grippy Ankerboje, Fäkalienpumpen Ersatz und viele andere Kleinigkeiten werden wieder auf eine Palette verfrachtet und mit der Spedition nach Griechenland verschickt. Anfang März fliege ich dann zum Schiff und mit stehen dann sechs harte Wochen Arbeit bevor. Wenn Conni Ende April kommt soll alles fertig sein damit wir zu neuen uns unbekannten Inseln aufbrechen können.

Mit dem Boatyard hatte ich letztes Jahr auch einiges ausgemacht. Babis sollte Gelcoat Reparaturen durchführen, Daniela wollte uns neuen Sonnenschutz für die Fenster und Lucken nähen, einen Sonnenschutz für das ganze Schiff war auch geplant. Die Topbeleuchtung soll auch getauscht werden. Ich wünsche mir einen stärkeren Aussenborder für das Dinghi. Nun ja es wird beim Wunsch bleiben. Aber es gibt noch sehr viel zu tun. Dann endlich habe ich unser Schiff in der Ausstattung die ich schon immer haben wollte.

Babis ist ein sehr erfahrener Bootsbauer. Habe einige seiner Arbeiten gesehen und muss sagen er hat goldene Hände der gute 75 Jahre alte Babis. Auch im Streichen und Decksreparaturen macht ihm keiner was vor.

Babis hat marode Stellen ausfindig gemacht und entfernt. Dach wird alles zugespachtelt

sauber abgeklebt

und frisch gestrichen.

Danke Babis. Freue mich schon auf die „neue“ PURR. Griechenland ich komme Anfang März.