Arbeiten, Arbeiten und wieder Arbeiten
Am 6. März bin ich nach Griechenland geflogen den dieses Jahr soll unser Schiff den Stand erreichen den ich schon immer haben wollte. Aber bis dahin stehen noch ein Paar harte Wochen Arbeit vor mir.
Nach Griechenland flliege ich mit einem kleinen Umweg, weil Gabelflug, über Tiranna. Ich habe einige Flughäfen in meinem Leben gesehen aber noch nie so ein Chaos wie hier. Die Beschilderung ist katastrophal, die Mitarbeiter unfreundlich und richtig agressiv den eigenen Landsleuten gegenüber. Viele Albaner fliegen nach Griechenland um zu arbeiten oder jemand zu besuchen. Die Ladies am Check-In haben die Passagiere durchgelassen mit dem einen oder anderen Koffer, aber die am Gate das waren richtige Drachen. Viele der Passagiere mussten vor Ort bis zu 150€ bezahlen um ihren Koffer mitnehmen zu dürfen. Die haben sich gestritten wie am Kuhmarkt. Eine Frau hat ihre Klamotten angezogen was ging und den Rest in den Mülleimer gestopft. Den Koffer hat sie dem Drachen, mit den entsprechenden Komentaren, vor die Füße geworfen. War ich froh nur einen kleinen Rucksack zu haben.
Der Flug war nichts besonderes, daher habe ich mein Tablet rausgenommen und den Mann neben mir zu einer Partie Backgammon aufgefordert. So verging die Zeit ganz schnell. Am Flughafen Athen angekommen nimmt man die Metro nach Piräus, dann die Fähre nach Poros, das Taxi-Boot nach Galatas und letzendlich das Taxi zum Kalypso Boat Parking.

Bin um 20:30 angekommen. Nun ja so spät alles rauskramen und zusammensuchen? keine Lust. Zu spät. Batterie-Check durchgeführt. Sind 100% geladen. Super. Heizlüfter raus und alles wird gut. Morgen sehen wir weiter.

Am nächsten Morgen gehts los mit Aufräumen und Umräumen, Vorbereiten und Werkzeug suchen und herumtelefonieren denn meine Palette ist noch nicht da. So wie letztes Jahr kann ich nicht machen. Galatas ist nicht Preveza. Um ein Auto zu mieten fährt man lieber nach Athen. Dort kriegt man eins für 12-15€ pro Tag. Hier verlangen sie 50€!! Einige Tage später wird meine Palette auch geliefert.

Alles da und unversehrt. Jetzt kann es losgehen. Als eine der ersten Arbeiten wird ein Flaschenhals entfernt. Ich habe letztes Jahr einen Ladebooster vom 30A eingebaut. Die Lichtmaschine erzeugt 120A. 90A werden verworfen. Jetzt sind zwei 50A Ladebooster drin, also werden bei laufendem Motor die Batterien mit 100A galaden.

Bei gutem Wetter wird das Unterwasser-Schiff geschliffen


dann sieht man nämlich so aus. Dabei ohne Atemmaske zu arbeiten wäre töricht.

Bei nicht so gutem Wetter werden die Winschen gewartet.


und Kabel für den Watermaker gelegt oder gezogen


dann noch das Kabel für die Fernbedienung des Watermakers

Anschliesend kommt altes Zeug raus

der Watermaker an Bord

und wird eingebaut

Es ist bei weitem noch nicht alles fertig aber alle Details aufführen wäre zu aufwendig. Zwischenzeitlich wurde das Dinghi angeliefert. Repariert, verliert jetzt keine Luft mehr, und hat eine neue Schutzhülle.

Hier geht es sehr familiär zu. Michael und Daniela laden mich öfters zum Essen ein.

Wie man sieht liebt Michael Karaoke. Am Freitag den 28.03. sollen die neuen Solarpanele angeliefert werden. Dann beginnt eine neue Baustelle. Der Umbau des Geräteträgers und die Montage der Solarpanele.

Melde mich demnächst wieder.