Zurück nach Galatas

Da wir auf den Aussenborder angewiesen sind und der partout nicht mehr will beschließe ich zurück nach Galatas / Poros zu fahren denn da kenne ich mittlerweile viele Leute die mir helfen können. Also verlassen wir Ermioni und fahren zurück zur Kalypso Werft in Galatas. Ich hatte mich bei Michael gemeldet und ihm gesagt das der Aussenborder nicht mehr will. Wir kommen recht spät an in der Werft aber die Jungs haben sich den Motor angeschaut.

Da lief der Krüppel wieder.

Gut sie haben ihn nur mit Starter Spray zum laufen gebracht. Also packe ich ihn wieder ein und fahre nach Galatas. Da hatte ich im Frühjahr einen Mechaniker in einer chaotischen Werkstatt kennengelernt. Leider hat er geschlossen. Also frage ich im Marine Shop nach und erhalte die Telefonummer von Vasilis. Den rufe ich einige Male an aber er antwortet nicht. Inzwischen liegen wir sicher an einer Boje von Liakos. Als der vorbeischaut und uns begrüßt klage ich ihm mein Leid. Er greift zum Telefon und eine halbe Stunde später bringt er mir einen Mechaniker vorbei. Ich kucke den an und muß lachen denn es ist Stamatis der Chaos Mechaniker. Der gibt sich sehr viel Mühe bringt ihn aber auch nicht zum Laufen. Ich soll ihn morgen früh in seine Werkstatt bringen. Er gibt mir zu verstehen das ich da den größten Schrott gekauft habe. Am nächsten Morgen bringe ich den Motor in die Werkstatt. Erstaunlicher Weise startet er den Motor ohne Starter Spray. Er zeigt mir wie. Ok, der Mann versteht etwas von Aussenborder. Ich bitte ihn sich etwas einfallen zu lassen damit ich den Motor starten kann ohne die Haube wegzumachen. Und er läßt sich wirklich was einfallen. Die griechische Lösung ist genial. Stamatis bindet einen Bezinschlauch auf den Einsaugstutzen des Vergasers und läßt durch eine kleine Pumpe Benzin aus einer Flasche in den Vergaser tropfen. Aber das gefällt mit nicht ganz und ich bastele eine deutsche Version dessen. Ich fixiere einen Edelstahldraht um den Einsaugstutzen mit einer Halterung vor dem Einsaugstutzen die es mir ermöglicht den Sprit direkt einzuspritzen. Sieht nicht toll aus aber funktioniert prima. Der Motor startet sofort und funktioniert einiger Maßen gut. Jetzt können wir die drei Wochen überbrücken und nächstes Jahr sehen wir weiter. Ich werde einen anderen Motor besorgen aber mit Sicherheit nicht von privat. Der Kauf dieses Motors war ein Griff in die tiefste Schublade einer Kloschüssel.

Und so sieht es aus

Das mit dem Aussenborder war eine Aktion über mehrere Tage. Ich hatte im Beitrag zuvor von einigen Katastrophen berichtet. Eine neue kam hinzu. Nach jeder längeren Fahrt pumpe ich mit einer Diesel Handpumpe den Sprit aus den großen Tanks in den Motor Haupttank. Als ich das jetzt machen will kracht es nach drei Mal pumpen und nichts geht mehr. Die Pumpe ist einfach auseinander gefallen!! Die habe ich letztes Jahr erst neu eingebaut da die alte kaputt war. Gut ich habe alle notwendigen Ersatzteile an Bord. Kein Problem denke ich. Aber ich schaffe es nicht die Membrane der Pumpe richtig gerade hinzukriegen und die Pumpe zusammenzupressen. Also alles in eine Tüte und ab zum Shop. Spyros sagt kein Problem und für´n Zehner wird sie zusammengebaut. Als ich sie im Schiff einbauen will merke ich das sie verkehrt rum zusammengebaut wurde. Sie würde den Sprit nicht in den Haupttank pumpen sodern rausziehen. Ich werd nicht mehr. Zurück zum Shop und erklären was Sache ist. Kein Problem wird umgebaut. Als ich sie nach dem Mittagsschlaf abholen will stehe ich vor verschlossenen Türen denn hier in Griechenland geht zwischen 14:00 und 17:00 Uhr gar nichts. Werde ich später abholen.

Zwischenzeitlich habe ich die Gasflasche aufgefüllt, denn ich habe die australischen Flaschen (die blaue unten) die hier niemand auffüllen will. Also mache ich es selber auf dem Schiff. Soll angeblich nicht erlaubt sein aber was soll ich machen? Holz sammeln und Feuerle machen?

Conni will unbedingt eine rumänische Flagge am Schiff haben. Also kriegt sie eine wobei man gerade bei Flaggen auf Besonderheiten achten muss. Die Gastlandflagge muss an höchster Stelle auf einem Schiff sein. Bei uns ist sie an der Bugwante des Mastes. Am Heck gehört an höchster Stelle die Nationalflagge und darunter kommt die rumänische. Jetzt ist die Admiralität zufrieden und behördlich sind wir safe.

Da in Ermioni Conni ihr SUP das Zeitliche gesegnet hat haben wir hier in Poros ein neues besorgt. Hatten sogar das Glück es in unseren klassischen Schiffsfarben, weiß und blau, zu finden.

Conni freut sich schon es auszuprobieren. Konnte sie bis jetzt noch nicht da wir die letzten zwei Tage recht starken Wind hatten. Da es nicht nur Arbeit gibt gehen wir zwischendurch mit der Fähre nach Poros,

über Conni ihren linken Schuter, das zweite Schiff ist unsere Purr, gehen Essen und Einkaufen. Wir kennen uns hier sehr gut aus und kaufen frische Kalamari und Scampi die Conni super zubereitet. Kalamari Pfanne mit Scampi

bei schönem Sonneuntergang

oder Kalamari Pizzaiola nach dem Domene seinem Rezept

Verdammt wie soll man hier abnehmen?

Wir telefonieren mit unseren Kindern und sie schicken uns ein Video mit unsrer Roxi die sich mit den Katzen von Sabine sehr gut versteht. Sie sorgt auch dafür das die Katzenfutterautomaten immer perfekt sauber sind.

Apropos Katzen. Hier gibt es öffentlichen Futterstellen für Katzen

denn diese Sorgen dafür das es keine Mäuse, Ratten und Baumratten gibt. Von Baumratten hatte ich auch noch nie was gehört aber ja die soll es hier geben. Markus hatte uns auch über eine Plage bei ihm in Plataria berichtet aber er hatte eine trächtige Katze aufgenommen die nach der Geburt ihrer Jungen alle Baumratten „filetiert“ hat so wie Markus sich ausdrückte. Die Katzen hier nehmen das Trockenfutter als Nahrungsergänzungsmittel auf. Hauptnahrung besteht aus Wildfang und Fisch. Ich habe noch das Bild einer Katze vor den Augen die mich anschaute während die Schwanzflosse eines Fisches aus ihrem Maul raushängte.