Tagesausflug nach Agia Marina (Insel Ägina)
Seit Tagen auf der selben Stelle!! Liegt uns nicht besonders. Also kucken wir uns um nach einer Stelle wo wir noch nicht waren und entscheiden uns für Agia Marina auf der Insel Ägina.
Nach dem Frühstück, das eigentlich nur aus einem Kaffe für Conni und einem Tee für mich besteht, also so um 10:00 Uhr starten wir Richtung Ägina. Der Autopilot wird eigeschaltet und wir Tuckern gemütlich hin. Die Angelrute wird rausgehängt, vieleliecht beißt einer an. Ich lasse den Köder bestimmt über 100m hinter uns raus also muß ich aufpassen wenn andere Schiffe oder Boote uns am Heck passieren sonst ist alles weg. Die Strecke die wir fahren ist eigentlich auch die Strecke der Fähre. Also Glupscher offen halten denn das Ding (Fähre) ist verdammt schnell. Und tatsächlich da kommt sie!!

Nun muß ich aber sagen das die meisten Kapitäne dieser Fähren äußerst rücksichtsvoll sind. Die Berufsschifffahrt hat definitiv Vorfahrt und trotzdem fahren sie nicht zu nahe an „den Kleinen“ wie uns vorbei denn sie wissen genau wie es uns durchschüttelt wenn uns ihre Heckwelle erreicht. Ich habe es nur letztes Jahr einmal erlebt das einer Vollgas gegeben hat als er uns passiert hat. A-Kapitän ;-(
Man denkt sich nichts böses und plötzlich steht man vor einem Steinhaufen mitten im Nichts.

Wenn man eine Route auswählt sieht man auf der Karte solche Steinhaufen nicht. Deswegen ist immer gut das einer Auskuck hält auch wenn das Schiff auf Autopilot fährt. Wir passieren die 15m hohen Felsen und fahren weiter Richtung Ägina. Zwei Stunden später fahren wir der Küste Äginas entlang.
In Agia Marina angekommen ankern wir in der Nähe des Hafens aber die Umgebung spricht uns nicht besonders an. Wir Essen eine Kleinigkeit an Bord und plötzlich „Piep, piep,piep,…..“ Ankeralarm. Conni springt auf und sagt ganz aufgeregt „Was machen wir jetzt?“. Ich kucke Sie verdutzt an. Hä? Was soll das? Bin ich jetzt doof? Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht eine Augenschein Peilung der Ankerstelle zu machen. Wir haben uns überhaupt nicht bewegt!! Man kuckt wieder auf den Kartenplotter. Das Schiff ist wieder mitten im Alarmkreis!

Dann wieder „Piep,piep,piep,…..“!! Blödes Ding. Während ich draufkucke wandert das Schiff wieder in den Kreis und der Kartenplotter hört auf zu Piepsen. Das Spielchen wiederholt sich 5 Mal wie es auf dem Bild zu sehen ist. Der Versatz des Schiffes hat gut 60m denn der Ankeralarmradius beträgt 30m. Also unser Schiff hüpft immerhalb von 2-3 Sekunden um 60m hin und her. Vielen Dank den GPS Betreibern (wir wissen schon wer sie sind). Wenn das mitten in der Nacht passsiert na dann viel Spass. Auf was kann man sich noch verlassen ausser einem gesunden Menschenverstand?
Nach dem Essen wirft Conni einige Brösel ins Wasser und plötzlich ist die Hölle los. Ich hatte zuvor behauptet hier gäbe es keine Fische. Wurde wieder eines Besseren belehrt.
Alles schön und gut aber die Stelle gefällt uns sowieso nicht. Also zurück zu unserer Boje in Galatas. Auf dem Rückweg ist uns Aiolos gnädig und wir können die Genua nutzen.
Wir sind fast so schnell wie mit dem Yanmar Segel (Motor) und es gibt kein brum, brum, sondern nur den Wind und das Rauschen des Hecks ab einer Geschwindigkeit von 4Kn. Leider dauert es nur eine Stunde, dann sind wir im Windschatten der Insel Poros und das Yanmar Segel muß wieder ran.
„Zu Hause“ angekommen wollen wir an unsrer Boje festmachen aber unser französischer Nachbar, der nur ankert, hat versetzt und ist nur 4-5 Meter von unserer Boje entfernt. Das geht nicht. Ich kann da nicht festmachen. Er will später am Abend umsetzen. Sorry, nein, jetzetle rapide. Ok er hat´s kapiert. Wir machen fest an unserer Boje und gehen Essen.

Einen schönen Abend. Wir lassen es uns schmecken. Yamas.