Soverato

war eigentlich nicht unser Ziel. Ab und zu gehen wir morgens an Land nur damit Conni ein Cappucciono, oder zwei, trinken kann. Bei uns ist das nicht so einfach. Man geht ins Cafe oder Bar und bestellt sich einen. Nö. Wenn man einen trinken will muss zuerst das Dinghi ins Wasser lassen und muss unter Umständen an Land paddeln einige hundert Meter was sehr anstrengend sein kann wenn man morgens um 07:00 Uhr schon 28 Grad im Schatten hat. Aber was solls. Bei so einem morgentlichen Ausflug landen wir in einem Hotel denn die Bars und Cafes des Ortes sind noch zu. Conni bestellt sich ein Cappucciono und für mich einen Tee. Die freundliche Bedienung macht einen kapitalen Fehler und bietet uns Frühstück für 5€ pro Nase pauschal an. Mit allem drum und dran. Verschiedene Croisons mit Marmelade oder Schoko, Käse, Butter, Eier usw. Büffet also. Nachdem ich weg war glaube ich haben sie den Preis für`s Frühstück verdreifacht. Hier auf den Cappuccino wartend findet Conni eine Ecke mit Bücher und darunter einen Reiseführer für Kalabrien und Basilikata. Dieser Reiseführer bestimmt nun unseren Alltag.

Früh morgens entscheiden wir nach Siderno zu fahren. Also Maschine anschmeißen und los. Doch Halt. Der Plotter zeigt wieder ein Sperrgebiet an.

Schon wieder ein Militär- oder Übungsgebiet denke ich mir und gehe auf die Punktinformationen.

Das was ich lese überzeugt mich schleunigst das Gebiet zu umfahren denn mit Restbestände des 2. Weltkrieges ist nicht zu spaßen. Wir fahren weiter Richtung Faro Capo Spartivento als Conni plötzlich sagt: Kuck mal da ist ein Schiff am Ufer. Haben die vielleicht ein Restaurant daraus gemacht? Nö, sag ich und eine Marina ist nicht in der Nähe. Was soll das Schiff an Land. Doch da ist noch eins und noch eins und…

Du meine Güte was war hier los? Kann dieser Badeteich so etwas anrichten? Jetz wo wir da sind sieht es so aus

und wenn man die ganzen Schiffe an Land sieht läufts einem schon kalt den Rücken runter.

Wir kommen in Siderno zur Mittagszeit an. Wir gehen an Land während alle Einheimischen, es ist Sonntag, den Starnd verlassen. Keiner bleibt in der glühenden Mittagssonne da. Wir marschieren durch die Stadt und sammeln Erinnerungen

Laufen durch den Park

Führen den obligatorischen Besuch der Kirche durch

Gönnen uns ein Eis. Das soll ein italienisches Eis sein für 2,5€. Das ist ein Eisberg.

und auf dem Rückweg zum Schiff betrachten wir die Straßenkünstler

Es ist erst 14:00 viel zu früh und zu heiß zum stehen bleiben. Die Stadt ist auch nicht so prickelnd und wir beschließen weiter zu fahren nach Soverato.

Unterwegs sehen wir einen kleinen Brand

In Soverato kommen wir erst um 20:00 Uhr an. Wir haben heute über 60 Seemeilen zurückgelegt, Essen auf dem Schiff, gehen Schwimmen, Duschen und um 21:15 ab in die Stadt.

Setzen uns in eine Bar

Kucken in eine laute Disko

und marschieren Richtung Schiff. Meine Güte. Es ist Sonntag nach 23:00 Uhr und die Straßen sind so voll

Wir tasten uns im dunkeln zu unserem Schiff zurück und genießen den Ausblick

So jetzt ab ins Bett. Morgen geht es nach Crotone.