Athen
Wir verlassen unser Schiff und werden von unserem Gastgeber Liakos abgeholt und zum Fährterminal hingebracht. Mit dem Flying Kat 5 geht’s nach Piräus.

Das Teil ist wahnsinnig schnell und stabil auf dem Wasser. Wir sind in 80 Minuten in Piräus. Gott sei Dank habe ich die Idee selber hierher zu fahren verworfen. Ich hätte zwei Tage gebraucht 🙂

Der Hafen ist gut beschildert, wir kaufen uns Tickets für die Rückfahrt und suchen die U-Bahn mit der wir nach Athen fahren können. Ein 24h Ticket kostet 4,10€. Mit diesem Ticket kann man alles fahren U-Bahn, Straßenbahn, Bus kurzerhand alle Öffentlilchen Verkehrsmittel. Wir kommen früh in Athen an und wollen gleich die Akropolis stürmen. Hä? Akropolis stürmen? Könnt ihr vergessen. An der Kasse für Tickets eine elendig lange Schlange die mindestens zwei Stunden dauert. OK hier ist ein Plakat mit einem QR-Code. Mal sehen was dahinter steckt. Toll man kann Tickets über’s Web buchen. Herunterladen, eingeben, wieso Tickets erst ab 18:00 Uhr. Da stimmt was nicht! Die Site ist knauserig, reagiert sehr komisch und ich haue sie weg. Wir stehen 1,5 Stunden teilweise in praller Sonne bis junge Damen vorbeikommen und uns mitteilen das ab Mittag, also punkt 12:00 Uhr, das Gelände wegen der Hitze geschlossen wird. Man kann Tickets kaufen aber Eintritt erst ab 19:00. Wiseso 19:00 Uhr?? Weil von 12:00 bis 17:00 Uhr das Gelände wegen Hitze geschlossen ist und danach alles ausgebucht ist. Zum Schutz der Besucher!! Wieso steht im Web nichts davon? Ist so. (Punkt). Nett!! Und wann schließt die Anlage? 20:00 Uhr! Eine Stunde Zeit! Wir erleben heftige Diskussionen von Leuten die über’s Web gebucht hatten und nicht reindurften. Also Achtung: es gibt Zeitslots von 1 Stunde für den Eintritt. Wenn mann den verpasst hat man halt Pech gehabt. Und wenn sie beschließen zu schließen scheinbar ebenso. Ich weiß es nicht genau. Die Diskussionen gingen weiter. Das griechische Fernseh war auch da und wir könnten in den Nachrichten zu sehen sein. Als Teil der Schlange. Wir kaufen unsere Karten mit Eintritt 18:00 Uhr (wieso auch immer plötzlich früher mögllich) und gehen Mittag Essen.

sehen dabei llustige Sachen

und gehen dann ins archäologische Museum Athens.

Es ist unheimlich voll aber kühl im Museum. Im Hafen von Athen liegen drei Kreutzfahrtschiffe. Athen hat laut Web 3,5 Millionnen Einwohner und in der Hauptsaison genau so viele Besucher (wenn nicht mehr)! Das Museum ist mit Sicherheit sehr interesssant aber ironisch gemeint sind in allen Museen oder Ausstellungen nur Statuen (oder teile davon), Vasen, Gefäße, Figuren, Waffen (oder was von ihnen übrig ist), Schilder, Helme, Schmuck oder dergleichen ausgestellt. Gut hier ist die Geschichte des Partheon dargestellt und die ist einzigartig.



Wir haben von hier Sicht auf die Akropolis mit dem Partheon

aber es gibt auch noch ein unteren Bereich dieses Museums. Ganz Athen sollte man unter Bauschutz stellen dan es ist alles Geschichte wohin man schaut. Hier unter dem Museum

Wir suchen unsere Unterkunft über Booking.com gebucht auf, ruhen uns kurz aus und brechen auf zur Akropolis. Wir kommen problemlos rein und machen und steigen auf

Es ist noch immer verdammt heiß und viel Menschen suchen den Schatten. Es geht immer höher

und wir kommen letztendlilch am imposanten Tor an.

das früher irgendwann angeblich so ausgesehen hat

Wir sind oben auf der Akropolis


und lassen das mächtige Partheon auf uns wirken.

Griechenland unternimmt bemerkenswert viel um seine Kulturgüter zu erhalten nachdem sie über Jahrhunderte hinweg zerstört haben was ging. Gut vieles haben Perser, Erdbeben und Zeit kaputt gemacht. Aber das die Athener sich hier Baumaterial „besorgt“ haben spricht nicht gerade für den Gedanken der Kulturguterhaltung. Jetzt verlangen sie 30€ pro Person Eintritt und es kommen täglich zigtausende hierher. Conni macht ein Video von oben
Es ist sehr heiß. Wir gehen den Absteig an und erblicken lustige Sachen. Was ist das für eine Zeit? Sie hätte gut zu den Atlethen gepasst den die haben auch teilweise nackt gekämpft.

Es wird trotz fortgeschrittener Stunde immer voller

Leut diese Menschenmassen kommen abends um 19:30 noch hoch!! Mit Katz und Maus, Kind und Kegel, Was für ein Geschäft!! Athen mit seinen Sehenswürdigkeiten und Museen ist eine Gelddruckmaschine. Eintritt zwischen 15 und 30 Euro bei allem. Es gibt keine teureren alte Steine. Aber sehr interessant und beeindruckend. Der Blick auf die Akropolis bei Nacht ist toll.

Tag 2
Wir wollen uns weitere Sehenswürdigkeiten Athens anschauen und nutzen unsere Tagetickets aus. Also früh morgens nach dem Aufstehen rein in die U-Bahn solange unser Ticket noch gültig ist und ab ins Olympische Stadion. Ja welches ist das richtige? Fragen an die Einheimischen nutzen wenig den das Verständnis ist nicht vorhanden. Ortskentnisse auch nicht den sie geben uns die falschen Hinweise wo wir aussteigen sollen. Wurscht wir nehmen irgendeins. Ab ins Olympische Stadion. Ok es gibt zwei davon. Egal. Ins erste. Es ist zwar nicht das dass wir sehen wollten aber trotzdem beeindruckend.

Diese Olympische Stadion in Athen das mittlerweile leider eine Bauruine. Man darf nicht rein denn überall sind Schilder die auf den Abriss hinweisen. Andere Bereiche werden intensiv benutzt.

Innenbereich und Aussenbereich

und die Architektur bleibt beeindruckend.


Es war schön was wir gesehen haben aber wir wollen das andere sehen. Unsere Tickets sind abgelaufen und wir brauchen neue. Der Ticketautomat wird auf Deutsch umgesteltt, man arbeitet sich durch die Menüs durch und sucht nach dem 24 Stuneden Ticket. Fehlanzeige!! Gibt es nicht. Hä? Was soll das? Wir gehen in das Bistro wo wir gefrühstückt haben und holen den Besitzer mit. Der geht mit zum Automaten, klick, klick, klick da ist es das 24 Stunden Ticket. Aber im griechischen Menü!! Ich gehe zurück ins deutsche Menü, klick, klick, klick und da gibt es das 24 Stunden Ticket NICHT!! Ach wie lustig also für Besucher nicht oder was? Die haben genug Geld um das teuerere Einzelticket zu kaufen. Er tastet nochmals das griechische Menü durch und wir bezahlen die Karten. So jetzt haben wir sie. Ich beiße mir gerade auf die Zunge wenn Ihr das versteht!!
Wir kommen am anderen Stadion an.. An dem die Geschichte der Olympischen Spiele angefangen hat. Das Panathenaic Stadion wo die ersten Olympischen Spiele unserer Neuzeit 1896 stattgefunden haben und einige Jahrtausende früher auch wird behauptet. Das Stadion beeindruckt durch seine Größe
68.000 Menschen hatten schon vor 3000 Jahren hier Platz. Heutige Stadien sind nicht viel größer.

Man hat den Durchgang so gebaut das er 30cm niedriger ist damit Menschen durchlaufen können ohne die Zuschauer in der ersten Reihe zu stören. Die unter diesem Durchgang vorhandene Kanalisation funktioniert seit Jahrtausenden und ist einwandfrei. Kein weiteres Kommentar. Der Platz der Könige.

und das Tor durch das zur Römerzeit die Galdiatoren in die Arena schritten

Durch diesen Gang marschierend ganz weit hinten ist ein Raum in dem sich alle Olypischen Fackeln der Neuzeit befinden
und die Fackel von München 1972

Wir verlassen diese Sehenswürdigekeit um uns einer zu widmen von der wir in der U-Bahn von einer netten Italienerin erfahren haben. Das Benaki Museum wird im Web als Museum für islamische oder kykladische Kunst beschrieben beherbergt aber etwas von allem was Griechenland betrifft. Neben einer sehr sehr großen Anzahl der üblichen Ausstellungsstücken wird hier viel Schmuck in Gold und Silber ausgestellt aber auch sehr viel aus der griechischen Geschichte. Trachten

komplette Zimmer aus der osmanischen Zeit

und letzdendllich beherbergt dieses Museum in der letzen Etage die originalen Kostüme des Filmes „Poor Things“ mit Emma Stone.

Wir verlassen das Museum und marschieren am griechischen Parlament vorbei. Hier ist alles voller jungen Polizisten. Das erinnert uns an jemanden!! Ich frage ob ich ein Bild machen darf und er stimmt zu.

Am Abend wollen wir unser Tagesticket ausnutzen setzen uns in einen Bus und fahren kreuz und quer durch die Stadt

Wir kommen zurück ins Zentrum und setzen uns noch ein wenig hin.

Aber jetzt ab ins Bett morgen ist noch ein Tag.
Tag 3
Athen hat sehr viel zu bieten und wir wollen uns heute die ältesten Stadtteile Athens ankucken. Wir nehmen die U-Bahn und steigen bei der Akropolis aus um Plaka und Anafiotika zu besuchen. Diese Ortsteile Athens sind was ganz besonderes.


sie sind ganz eng und es wird überall um Ruhe gebeten da die Häuser noch bewohnt sind.


Wir haben einen schönen Überblick über Athen.

Die Tavernen und die Straßen Plakas sind sehr interessant und nur auf Tourismus ausgelegt.


Es ist sehr heiß und wir sind froh wenn wir mittags in das klimatisierte Appartment zurückkommen um ein Mittagsschläfchen zu halten. Danach ausgeruht wieder in die Stadt. Wir besuchen eine Kirche

schlendern durch die Stadt und kucken uns die leeren Tavernen an

machen eine Pause

und warten das es dunkel und kühler wird. Dann erwacht die Stadt aus ihrem Dornröschen Schlaf. Die Polizei ist im Stadtzentrum sehr present.

Die Straßen füllen sich nicht nur mit Menschen sondern auch mit Künstler.

Als es dunkel wird kommen sie alle zum Essen oder zum Feiern.
Mancherorts ist richtig was los. Hier im sogenannten griechischem Eck wo angeblich nur Griechen zum Essen kommen.
Der eine oder andere Wirt versteht die Leute zu unterhalten
Es ist sehr spät geworden und wir kehren weit nach Mitternacht zu unserer Unterkunft zurück.
Tag 4
Wir kehren heute zu unserem Schiff zurück und freuen uns auf ein wenig Ruhe und das tägliche Schwimmen das uns hier gefehlt hat. In Athen sind wir auch „geschwommen“ aber nur im eigenen Schweiß. Es ist so heiß das einem das Eis vom Stiel fällt bevor man den zweiten Biss machen kann. Wir nehmen die U-Bahn zurück nach Piräus

und besuchen die Stadt bis unsere Fähre kommt. Wir besuchen die Kirche der Heiligen Driefaltigkeit

und den Dom den wir aber verlassen müssen weil unsrere Kurzen Hosen als Shorts bezeichnet werden.

Wir landen auf einem Markt und sofort kamen die Erinnerungen vom Markt in Parga auf. Also hier kann man immer billig und gut Essen. Die Uhrzeit passt auch. Einen Guten.

Ein griechischer Salat (größer und billiger als anderswo), Scampi vom Grill, Cola, Bier, Brot und Wasser für 25€. Kann man nicht meckern. Wir spazieren weiter und es fällt auf das irgendwie die Stadt am sterben ist. fast keine neuen Baustellen dafür Unmengen alte Häuser die schon längst abgerissen hätten werden müssen.

Große Handelsketten wir H&M nutzen nicht ihre ganze Fläche und lassen zwei Stockwerke des Gebäudes brach. Andere Läden belegen nur das Erdgeschoss wobei andere ganz schliesen.

Ein komplett stehendes Kaufhaus mit allem drum und dran. Aufzug, Rolltreppe, Fläche ohne Ende mitten in der Stadt?? Noch nie gesehen. Aber jetzt.
Es wird Zeit zur Fähre zu gehen. Es ist eine größere als die mit der wir gekommen sind. Die Flying Kat 4. Es ist sehr windig draussen. Für heute sind bis zu 37kn wind angesagt. Bin sehr gespannt wie die Fähre sich macht. Und als sie den Hafen verläst pfeifen die Caterpillar Motoren hoch. Ich kann es nicht lassen und gehe zu einem Ausgang.
Die Fähre rauscht einfach durch die Wellen als wäre draussen nichts los. Ich zücke mein Handy und starte die Active Captain App meines Plotters.

Die Fähre fährt 35kn (65KMh links oben) also fast Höchsttempo wie ich im nachhinein erfahren habe. 37kn schafft sie!! Konnte nicht ohne nachzufragen. Auch zum eigenen Schutz denn ich habe bei den Fähren die immer Vorfahrt haben nur mit 20-25kn gerechnet. Und das Teil kommt fast doppelt so schnell!! Ich werde zukünftig von Fähren noch mehr Respekt und Abstand halten.

Ich nutze die Gelegenheit am nächsten Morgen die Superfähre zu fotografieren.
In Poros angekommen gehen wir noch ein wenig Einkaufen und rufen Liakos an. Auf dem Rückweg erzählt er uns ganz stolz von seinem Einsatz gestern bei starkem Wind als vorne im westlichen Bereich ein ca. 6m langes Mororboot in Seenot geraten ist. Wellen, starker Wind, Gischt, mit Händen und Füßen wird erzählt. Und was ist jetzt mit dem Boot frag ich? Er zeigt nach unten. Alles klar. Also gesunken. Operation gelungen, Patient tot würde ich sagen. Nicht der einzige. Conni hatte die Tage mir eine Anfrage in ihrer FB Gruppe gezeigt von der SY Greta aus Berlin. Ob die jemand kennt? Sie wurde auf offener See vorgefunden. Koordinaten waren durchgegeben. Verlassen. Von der Besatzung weiß man nichts!! Seglerleben ist nicht immer ein Zuckerschlecken.
Wir sind sicher auf unserem Schiff angekommen. Alles ist noch am Platz. Es wurde nichts weggeweht nicht mal das kleine Handtuch das Conni auf der Trockeleine vergessen hatte und das bei über 35kn Wind!! Wir räumen die Einkäufe ein, das Dinghi aus und gehen sofort schwimmen. Achhh das kühle Nass. Welche Wohltat. Das hat uns in den letzten sehr ereignisvollen Tagen gefehlt. Danach chillen.

Ich fange an unseren Blog zu ergänzen denn von den letzten Tagen gibt es sehr viel zu berichten.