Ermioni

Wir verlassen das total überfüllt Poros das sich zum absoluten Tourimagnet gemausert hat

Umfahren die schroffe Spitze der Nisis Skyllis Insel

Unsere erste Etappe führt uns in die Bucht vor Ermioni. Auf dem Weg dahin sehen wir einen sehr schönen Viermaster später auch unter vollen Besegelung.

Ermioni ist ein kleiner Ort auf einer Halbinsel mit einem sehr schön angelegtem Pinienpark. Der Duft ist herrlich. Wir legen vor den kleinen Fischerhafen an und ich freue mich endlich meinen Aussenborder zu testen. Pustekuchen!!

Ich will aber der Aussenborder will nicht. Gestern lief er noch. Habe ihn vor dem ins Wasser gehen getestet und er lief. Vielleicht mag er kein Salzwasser. Bisher ist er nur in Süßwasser verwendet worden. Miststück. Nach einer 1/4 Stunde schweißtreibenden Startversuchen gebe ich auf und wir paddeln an Land. Mann muss eben flexibel sein. Könnte auch sagen der Klügere gibt nach. Wir gehen in den Ort und ich suche nach einem Mechaniker. Es ist leider Samstag und der eine geht erst gar nicht ran, der andere repariert keine Evinrude Aussenborder. Das riecht förmlich nach kein Bock. Hab ich auch nicht mehr. Am Montag fahren wir zurück nach Poros. Hier oder in Galatas finde ich jemand der sich um den Krüppel kümmert. Endlich habe ich die maximale Motorisierung unseres Beibootes und jetzt spielt er beleidigte Leberwurst mit mir. Lassen uns nicht beeindrucken. Werden das Wochenende chillig rumliegen und dann sehen wir weiter. Conni will ihr SUP rausnehmen. Schon beim raustragen ist mir aufgefallen das es sehr klebrig ist. Es ist erst zwei Jahre alt. Ich pumpe es auf. Auf dem Ventil steht der Druck von 1,5psi, Ich pumpe es nur auf 1,3psi auf. Conni legt es vorne im Bug ab wo es die letzten Jahre auch lag. Eine 1/4 Stunde später hören wir einen lauten Knall gefolgt von einem Zischen. Mein erster Gedanke waren die Gasflaschen oder Gaskartuschen die ich im Schiff herumliegen habe. GsD waren sie es nicht. Es war das SUP das sich verabschiedet hat.

Die Klebestellen sind einfach aufgegangen. Die aufgeklebten Flächen lösen sich. So ein Klump. Conni hat ihr SUP geliebt. Ich will ein neues aber Conni will nicht. Nächstes Jahr sagt sie. Jetzt für drei Wochen lohnt es sich nicht. Die Sonnenuntergänge sind trotzdem schön.

Wir paddeln wieder an Land und gehen Essen.

Endlich gibt`s Kalamari. Wollten wir schon in Plataria Essen gabs aber nicht. Später drehen wir ein Runde durch die Stadt.

Die Tavernas, wie wir festgestellt haben, werden auf der Seite der kleinen Bucht hauptsächlich von Einheimischen aufgesucht. Die Seite der großen Bucht hat eine lange Kaimauer mit Strom und Wasser, somit legen hier viele Segler an. Dementsprechend sind auch die Preise. Seglerseite = teuer. Andere Seite billiger. Hier in Griechenland hat sich einiges getan. Es ist vieles teurer geworden. Essen gehen ist ca. 30-50% teurer im Vergleich zum letzten Jahr geworden.

Am nächsten Tag, am Sonntag, will Conni eine Gemüsesuppe kochen. Irgendwann sagt sie das Gas ist aus. Check und Gegencheck. Wo sie recht hat, hat sie Recht. Also wird zu Plan B gegriffen und der Gasgrill den ich jetzt auf griechische Gasflaschen umgebaut habe kommt zum Einsatz.

Das war ein sehr holpriger Start. Alles richtet sich gegen mich. Watermaker, Aussenborder, SUP und Gas. Was kommt als nächstes? Mal sehen. So wie ich mich kenne wird`s nicht lange dauern. Bin halt ein Glückspilz 🙁