Griechenland – Korfu

Beim Ausklarieren in Saranda hatten die Behörden sogar die Uhrzeit vermerkt bis wann die Hochheitsgewässer zu verlassen sind. 1 Stunde!? Nun gut wir sind kein Schnellboot, also fahren wir noch gemütlich zu den letzten Inseln Albaniens die vor Ksamil liegen und nehmen dann erst Kurs auf Albanien.

Unterwegs sorgen wir für den Tausch der Gastlandfahne

und halten Ausschau nach den schnellen Fähren die zwischen Albanien und Korfu fahren. Nachmittags kommen wir in der Marina Gouvia an die als „Port of entry“ gilt und wollen die noch ausstehende Gebühr für das Schiff bezahlen. In Griechenland ist alles ein wenig anders. Die Tepai haben wir schon vor einer Woche bezahlt denn wenn man in griechischen Gewässern mit einem Schiff erwischt wird das kein Tepai bezahlt hat sind läppische 1100€ fällig. Ohne wenn und aber. Darauf haben wir keine Lust. Also Tepai ist abgehackt. Wir fahren mit dem Dinghi in den Hafen und suchen die Port Authorities auf. Was nach 15:00? Unmöglich. Kommen Sie morgen wieder. Danke Anke!! Wir nutzen die Gelegenheit und Fragen im Hafen nach einem Liegeplatz für den Winter für 6 Monate. Die Antwort ist ein wahrer Schock. Über 6T€. Danke Anke zum 2. Am nächsten Tag wieder 1 Seemeile zu den Behörden. Freundlich wird man empfangen. Wie können wir ihnen helfen? Ich sage worum es geht und werde gefragt wann gekommen. Gestern. Und warum sind sie nicht gestern gekommen? Weil keiner mehr Bock hatte zu arbeiten wollte ich sagen, biss mir aber auf die Zunge. Ach so, sie kommen von Albanien! Dann müssen sie zur Polizei. Hä was? Wieso? Warum? Ja wenn sie von Italien gekommen wären, kein Problem. Aber so ab zur Polizei. OK wo ist die Polizei. Im anderen Hafen. Und wie komme ich dahin? Nur mit dem Taxi, es sind einige Kilometer dahin. Aber schicken sie sich denn wir machen um drei zu. Danke Anke die 3. Kurzer Hand die ganze Aktion des Anmeldens (wieder?) in der EU hat uns 3 Stunden Zeit und ne Menge Geld gekostet. Und erfahren haben wir auch das wenn wir Richtung Türkei oder Zypern fahren wieder zur Polizei MÜSSEN. Hoffentlich vergessen wir es nicht bis dahin. Unsere Liegestelle ist weit weg von allem und wir beschliessen nach Ipsos zu fahren.

Liegen vor dem Strand wie immer und gehen ein wenig in die recht kleine Stadt.

Es gibt nicht viel zu sehen hier und nachdem die Disco vor der wir angelegt hatten bis um 05:15 Betrieb hatte wollten wir nicht mehr da bleiben. Ab nach Korfu Stadt.

Die Festung zeigt sich imposant auf ihrem Felsen.

Unseren Liegeplatz wähle ich direkt unter der Burg ziemlich nahe an den Felsen. Zum ersten Mal gehe ich ins Wasser um zu sehen wie weit die Felsen gehen und ob wir Platz haben fals der Wind dreht. Zuversichtlich einen guten Platz zu haben gehen wir in die Stadt und schauen uns ein wenig um. Trotzdem nach dem Essen beeilen wir uns zum Schiff denn der Wind hat zugenommen. AM nächsten Morgen auf die Windy App kuckend beschließe ich den Liegplatz zu ändern die die Nähe zu den Felsen ist unangenehm. Wir suchen eine Stelle mitten in der Bucht und werfen unseren Anker.

Da ist Platz genug um uns herum. Die Wettervorhersage ist nicht besonders gut. Für die nächsten Tage ist Regen und viel viel Wind angesagt. Gegen Nachmittag wollen wir erneut in die Stadt. An Land angekommen gehen wir keine 300 Meter als eine Starke Windböe uns zum Umkehren veranlasst.

Das geht schnell. Der Wind nimmt zu. Vorhergesagt sind 19Kn Wind aber die Anzeige zeigt über 30Kn. Plötzlich piepst unser Ankeralarm. Der Anker hat sich gelöst. Conni stürmt vor um den Anker einzuholen, ich starte die Maschine und los geht`s. Der Wind drückt uns gewaltigt in Richtung Ufer, Conni zeigt an etwas stimmt mit der Ankerwinde nicht! Sie kann den Anker nicht einholen. Der schleift weiterhin am Boden und verhängt sich letztendlich. Zwischenzeitlich habe ich den Ersatzanker klar gemacht und ausgeworfen. Der Wind dreht das Schiff und die zwei Anker überkreuzen sich aber wir hänge jetzt fest. Als sich der Wind beruhigt checken wir alles, beheben das Problem der Ankerwinde und bleiben wo wir sind. Das war nicht gut. Wir sind sehr nahe am Strand und die Wellen heben das Schiff an. Plötzlich rumst es kurz. Grundberührung. Erneut Maschine starten und weiter rausfahren. Etwas ist kaputt. Meine Ruderstandsanzeige geht nicht mehr. Wir kämpfen uns durch und Ankern erneut. Als sich die Situation beruhigt sehen wir wie die Schiffe um uns herum wegfahren. War das Hafenkino sooo schlimm?? Am nächsten Tag keine Wetterbesserung in Sicht. Das Szenario wiederholt sich nur trifft es jetz andere Schiffe.

Bei einem großer Segler löst sich der Anker. Bis die Besatzung reagieren kann hängen sie mit der Schraube im Schiff hinter ihnen. Nun kämpfen zwei Besatzungen mit Wind und Wellen.

Ein Mitglied vom großen Segler geht ins Wasser und kappt vermutlich die Leine. Ich weiß nicht was sie gemacht haben aber sie waren nicht die einzigen mit Probleme. Ein Seglerin aus Finnland bei der sich der Anker auch gelöst hat kämpfte alleine an Bord. Mal ist sie am Ankerkasten dann huscht sie hinter ans Steuer, dann wieder zum Ankerkasten und holt den Anker ein und schnell wieder ans Steuer. Sie hat ihr Schiff im Griff. Sie schafft es aber nicht erneut zu ankern und dreht sich ca. 1 Stunde im Kreis zwischen den anderen Schiffen. Der eine oder andere Katamaran oder Segler hat diesen Ankerplatz verlassen und sind raus aufs offene Meer gefahren. Schiffe gehen im Hafen kaputt aber nicht auf dem Meer. Wir sind jetzt den vierten Tag hier und es wird nicht besser. Unter diesen Umständen muss ich an Bord bleiben. Conni wird heute an Land gehen und einige Einkäufe tätigen. Sie nutzt die Zeit und erkundet ein wenig die Stadt. Hier eininge Bilder.

Park

Kirche

Markt und Fischmarkt

Morgen soll`s besser werden und wir wollen beide in die Stadt. Hoffentlich spielt das Wetter mit.

Und es ist besser geworden. Wir können jetzt getrost das Schiff verlassen. Es ist kein starker Wind mehr angesagt also müssen wir uns keine Sorgen machen ob der Anker hält. Wir lassen unser Dinghi in der Marina obwohl ganz in unsrer Nähe ein Steinkai ist. Hier legen sie aber alle an, teilweise sind es 7-8 Dinghi’s, und es gibt nur zwei Poller zum Festmachen. Da gibt es immer kuddel muddel mit den Fastmachern. So in der Marina haben wir einen schönen Platz für uns gefunden wo wir immer anlegen. Boot ist sicher und man kann sehr gut ein- und aussteigen. Also auf in die Stadt. Wir wollen auch die Festungen Korfu`s besuchen.

Alte venetianische Festung in mehreren Bildern

Während wir uns umschauen sehe ich weiter abseits einen Brunnen den ich mir anschauen wollte wie tief er ist. Als ich hineinkucke wollte ich gleich runtersteigen. Der Rest der Saison wäre finanziell abgesichert.

Oben in cder Festung sind einige Kanonen ausgestellt. Von 17 hundert irgendwas. Die hatten schon damals eine Reichweite von 2,5Km mit einem 150mm Geschoß

und andere Ausführungen

Genug gesehen von der Festung. Jetzt gehen wir durch die Altstadt und zwar hinten durch die kleinen Gäßchen und nicht da wo alles hergerichtet ist,

Auf jeden Fall beeindruckend ist die Sauberkeit. Auffällig sind die vielen Mülltonnen und Mülleimer die überall in der STadt aufgestellt sind. Permanent fahren Müllautos rum und sammeln alles ein.

Wir finden eine kleine Wirtschaft / Taverne / Restaurant oder wie man die Lokation bezeichen will und wollen griechische Spezialitäten probieren. Das Essen ist so gut und preiswert das wir noch ein zweites Mal herkommen.

Endlich meine geliebten Gavros

Taramas und Tzatziki

Müde und gut gesättigt gehen wir aufs Schiff zur Siesta. Am Abend gehts wieder raus in die Stadt den wir haben eine Stelle gesehen wo was vorbereitet wurde. Ein Folklore Abend mit Teilnehmern aus Griechenland, Albanien, Portugal, Spanien, Montenegro, Frankreich, Italien, Israel und einige mehr.

War sehr schon. Am nächsten Abend fanden wir die Fortführung an einer anderen Stelle.

Wir waren jetzt über eine Woche hier gelegen, sind mehrfach an Land gegangen und kennen die Altstadt sehr gut. Haben unsere Vorräte aufgefrischt und ziehen jetzt weiter in den Süden. Unser Freund Markus hat uns eine schöne Bucht empfohlen die eh auf unserem Weg liegt und nur zwei Stunden entfernt ist. So wie er zu sagen pflegt „Attacke Vollgas“ starten wir dahin.