Itea im Golf von Korinth
Wir verlassen Trizonia recht früh am Morgen und starten die Maschine um 08:00Uhr denn bis Itea haben wir ca. 5 Stunden Fahrt in Windstille und ab 15:00 sollen über 30Kn Wind aufkommen. Ist alles nicht so unsere Vorstellung. Um ca. 12:40 legen wir in der Marina Itea an. Warum hier jetzt alles so detailiert erläutert wird kommt noch. Nach der üblichen Dokumentation im Logbuch und Nachfüllen des Haupttanks halte ich meinen Mittagsschlaf. Wir haben so unsere Ritualien. Ich schlafe innen, Conni aussen an Deck. Anschließend gibt es Obst. Da wir quasi an Land sind holen wir die Fahrräder raus da wir noch Kilometer für unser Stadtradeln abspulen wollen. Um ca. 16:00 Uhr verlassen wir das Schiff und da wir an Land sind wird es abgesperrt da jeder draufsteigen kann. Deswegen mögen wir es eigentlich mehr wenn wir vor Anker liegen denn da kann nicht jeder drauf. Wir erkunden die Stadt die eigentlich kulturell nichts zu bieten hat, kaufen uns Tickets fürn Bus morgen nach Delphi, besuchen einen Supermarkt und kaufen recht viel ein denn in Trizonia gab es keine Einkaufmöglichkeit und kehren ca. 19:00 zum Schiff zurück. Aufm Schiff angekommen frägt mich Conni ob ich die Küchenluke offen gelassen habe.

Nö sag ich und kucke mir das genau an. Scheibenkleister!! Es ist eingebrochen worden.

Wir kucken uns um. Alles ist da. Connis und meine Smartwatch, die IPads, Laptop, Ferngläser, die Drohne und das Bier (wer den Schaden hat kann Lachen oder umgekehrt). Also wir merken kein Wertsachenverlust. Ich steche vor zum Nachbarsschiff vor uns und frage sie ob sie was gesehen haben. Nee sie sind seid ca. 10-15 Minuten da. Ich berichte ihnen das bei uns eingebrochen wurde. Zum Schiff hinter uns der nette Engländer der uns beim Anlegen geholfen hat. Der erklärt mir das vor drei Tagen bei ihm auch eingebrochen wurde und es wurde anscheinend nur nach Bargeld und Schmuck gesucht denn bei ihn sei auch kein iPad oder Computer geklaut worden. Ich komme zurück und erzähle Conni die neuen Erkentnisse. Sie stürtzt in ihre Kabine und schreit entsetzt: mein ganzen Schmuck ist weg!! Tage davor hatte Conni alles abgelegt wie ich berichtet hatte. Total verärgert gehe ich zum Engländer und wir unterhalten uns über die Situation. Er erzählt mir über Gypsies die er seit Tagen im Umfeld beobachtet. Ich will Anzeige erstatten und er würde mitmachen. Wo ist die Polizei. Weiß er nicht. Ich nehme mein Fahrrad und mache mich auf den Weg. Einheimische fragen, Polizeistatiom finden. Die schicken mich zur Hafenpolizei. Hafenpolizei aufsuchen und erklären was passiert ist. Die hören sich alles an und wollen erstmals Unterlagen und Nachweise. Wohl berechtigt. Kehre zum Schiff zurück und hole alle benötigten Unterlagen, spreche mit dem Engländer der auch Anzeige erstatten will und wir gehen gemeinsam zur Hafenpolizei. Auf dem Weg dahin stößt noch ein Einheimischer dazu der den Einbruch vor drei Tagen beobachtet hat. Die Prozedur wird schwierig weil mein griechisch nur auf Google Übersetzer und a bisserl englisch basiert. Aber nach zwei Stunden sind wir durch und die freudlichen und netten Polizisten haben sich wirklich viel Mühe gegeben uns zu helfen.


Ich hoffe die Polizeistation wird uns das nicht Übelnehmen aber wir machen nur Werbung für ihre gute Arbeit. Ob Conni ihre seche Ringe und die Ohrringe jemals wieder sehen wird ist fraglich. In den nächsten Tagen sollen Fingerabdrücke im Schiff abgenommen werden. Offensichlicht müssen wir hier länger bleiben.
Tag 2
Am nächsten Morgen wollen wir eigentlich nach Delphi was wir der Hafenpolizei auch mitgeteilt hatten denn wir haben uns schon Buskarten gekauft. Kurz nach 09:00Uhr rufe ich bei der Hafenpolizei an ob sie was neues haben. Nee sie wissen noch nichts Neues kam als Antwort. Noch während des Gesprächs hält ein Auto mit vier Herren bei unserem Schiff an. Sie steigen aus und geben sich als Kripobeamte zu erkennen die die Spuren des Einbruchs aufnehmen wollen. Einer kommt mit rein und schaut sich alles an

macht seinen Koffer auf und beginnt nach Fingerabdrücke zu suchen.

Die anderen bearbeiten das Schiff von aussen.

Sie erklären uns wie es weitergeht, das die gefundenen Fingerabdrücke jetzt verglichen werden und in ein zwei Monaten wissen sie mehr. Ich habe zum Spass geantwortet das ich noch da bin bis Ende Oktober. Die Sachen können wir vergessen. Gott sei Dank haben die nicht meine Brieftasche mit den Kreditkarten, Führerschein und Perso mitgenommen. Das hätte viel mehr Scherereien geben können. Also Schwamm drüber und auf nach Delphi. Wir gehen zur Bushaltestelle. Zum Termin um 10:30 kein Bus. Der könnte hier auch nicht halten denn es wird griechisch geparkt. Die Bushaltestelle juckt keinen 🙂

Ok hier laufen die Uhren ein wenig anders. Ich beobachte einen Tauberich der fleißig Baumaterial sucht. Ein mal

zwei mal

Finde ich lustig. Der kommt ganz schnell wieder. Wo kommt der her? Da kuck mal über meinem Kopf!

Sie hockt oben und er sammelt Baumaterial. Plötzlich ruft Conni da der Bus! Habe die 20 Minuten Verspätung gar nicht gemerkt. Wir steigen ein und der Bus schraubt sich den Berg hoch nach Delphi.

Und ich hatte überlegt mit den Fahräder wegen den nur 15Km nach Delphi zu fahren. Das hätte ich bitter bereut. Es geht immer höher.

In Delphi angekommen entdecke ich eines meiner Unternehmen von denen ich gar nichts wusste.

Wir steigen aus und lassen die Landschaft auf uns wirken
Wir besuchen das Museum



mit seinen imposanten Ausstellungstücken und wundere mich letzendlich wie oft die Amazonen erwähnt und in den Fresken dargestellt werden. Muss sofort recherchieren woher die stammen. Als ich es lese muss ich laut lachen. Ich glaube auch eine zu Hause zu haben. Wir suchen die Ausgrabungsstätte auf




und marschieren trotz der Hitze hoch bis zum Stadion

Überall stehen Aufpasser rum und ich frage ganz höflich ob man Bilder machen darf. Sicherlich kommt die Antwort. Auch aus der Luft? Ne ne, von da nicht. Mist. Immer das Gleiche mit den alten Steinen. Also mit dem Handy.
Am Nachmittag fahren wir zurück und finden unsere Liegestelle fast vollständig belegt.
Tag 3
Wir legen einen Ruhetag ein an dem quasi nur Kleinigkeiten getan werden. Wir liegen nahe einer Wasserstelle die ich nachträglich entdeckt habe und somit können wir das Schiff waschen und die Waschmaschine anschmeißen. Strom spielt keine Rolle mehr aber das Wasser von dem wir, noch nicht, unabhängig sind. Zusätzlich kann man den Schließer einer Tür reparieren usw. Also übliche Kleinigkeiten. Den ganzen Tag über über hören wir in der Stadt Hupkonzerte. Ok Samstag. Da wird was los sein am Abend. Da wir so fleißig waren kuckt sich Conni eine Taverna aus die beim Messia des Webs, um nicht den Namen zu nennen, Gute Bewertungen hat damit wir Abends dahin fahren können. Am Abend führt unser Weg an einer Kirche vorbei. Viele Menschen vor der Kirche. Auf Grund der Menschenanzahl gehen wir von einer Hochzeit aus. Conni muss rein. Nur eine Taufe.

Also weiter bis wir die Taverna finden. Da ist nichts!! Längst verlassen. Die Aktualität der Daten im Web läßt zu wünschen übrig. Die nächste beste Bewertung ist eine Imbissbude. Ok vermutlich haben die Ladenbesitzer sich selber hochgepuscht. Da wir mit den Fahrräder unterwegs sind gehts jetzt nach Instinkt. Quer durch die Stadt zur alten Marina. Unterwegs muss Conni immer stehen bleiben. An so etwas kann sie nicht vorbei ohne ein Bild zu machen.

Bei der alten Marina finden wir eine schöne Terasse in die offensichtlich nur Einheimische gehen. Volltreffer. Halbe Terasse ist leer aber auf jedem Tisch steht ein Name und eine Uhrzeit. Alles reserviert. Ganz schnell bringen sie noch Tische und Stühle. Die Speisekarte erinnerte mich sofort an das Eckela. Fünf Gerichte und zwei Salate. Mehr braucht man auch nicht. Gut muss es sein. Und es war auch gut, reichlich und günstig. Paketo bitte. Kurz vor unserem zu Hause, an der Promenade, laute griechische Musik. Conni muss hin. Ich gehe aufs Schiff um die Weiterreise zu planen. Zwischendurch kommen von Conni die Videos von einem griechischem Abend an der Promenade.
Da wir durch den Kanal von Korinth wollen mache ich mich Schlau. Der ist immer dienstags wegen Wartungsarbeiten tagsüber geschlossen. Da wir uns kein Stress machen wollen teile ich die Entfernung indem wir die Strecke in zwei Tagen zurücklegen wollen. Mittwoch soll wieder starker Wind aufkommen. Also haben wir noch Sonntag und Montag Zeit zum Kanal zu passiere.