Kanal von Korinth
Wir lassen uns morgens Zeit den wir sind ganz nahe am Kanal. Gehen nochmals in den AB Supermarkt um etwas gestern gekauftes zu tauschen, bleiben in einem Cafe hängen und Conni versuche einen griechischen Kaffee wöhrend ich mir einen Tee gönne. Conni ihr Kaffe ist so stark das ich mich wundere das man ihn rühren kann. Da kann der Löffel drin stehen. Zurück auf dem Schiff starten wir in Richtung Kanal. Vor dem Kanal melde ich mich ordnungsgemäß. Kommt nichts zurück. Nochmal Melden. Wieder nichts. Geht jetzt mein Funkgerät nicht mehr oder was? Ich kann doch die anderen hören. Beim dritten Mal endlich kommt eine Antwort. Gehen sie nördlich in die Wartezone bis wir sie rufen heißt es. Wir warten noch auch einen Frachter kommt der Hinweis. Nach unendlichen eineinhalb Stunden wird per Funk die Reihenfolge der Schiffe durchgegeben und die Kollone startet. Wir sind die Vorletzten und das ist gut so. Hinter dem großen Frachter möchte ich mit einem Kat nicht fahren müssen. Im Gegensatz zu einem Monohull werden Kats in den Verwirbelungen des Kanals extrem instabil. Die Erfahrung habe ich mit den Schleusen in Frankreich gemacht. Wenn man zu nahe an dem Schleusentor ist hat man keine Kontrolle mehr über das Schiff. Wir fahren rein.

Ich sehe den großen Segler vor mir schon leicht tänzeln. Ok es geht los. Ich habe leider nicht die Zeit die ich mir nehmen wollte den Kanal von Korinth, diese technische Meisterleistung zu begutachten. Muss mich voll auf das Schiff konzentrieren denn durch die Verwirbelungen und Strömungen im Kanal bin ich fortlaufend am Lenken und Gegenlenken. Im Kanal ist eine vorgeschriebene Geschwindigkeit von 5kn einzuhalten. Das Schiff vor mit entfernt sich langsam. Ok trotz der 2000 Umdrehungen werde ich immer langsamer. Gas geben. Zuerst 2200 Umdrehungen und später auf 2500 Umdrehungen und trotzdem machen wir nur 4,3kn. Der hinter mir wird sich freuen aber ich kann nichts dafür. Conni ist vorne im Bug und macht Aufnahmen.
Aus den Augenwinkeln betrachte ich auch die teilweise eingestürzten Wände bin aber ziemlich unentspannt wegen der starken Strömung. Nach einer halben Stunde ist der Spuk vorbei und am östlichen Ein- oder Ausgang legen wir an um zu bezahlen. Diese halbe Stunde anstrenger Fahrt hat auch noch 189€ gekostet. Brauche nicht zu jammern. Vor mir war ein Ukrainer der nach Bodrum wollte, der mußte für sein Schiff 486€ blechen. Teurer Spass dieser Kanal von Korinth.
Wir legen wieder ab und machen uns auf den Weg nach Korfos in eine gut geschützte Bucht den es soll die nächsten Tage sehr windig werden. Plötzlich ruf Conni Delfin voraus. Tatsächlich ist da einer.

Kurze Zeit später sehen wir noch ein Pärchen und ein wenig weiter noch eine kleine Schale. Die einzige Erklärung wäre das hier alle Buchten voll mit Fischzüchtereien sind. Diese Fische werden gefüttert aber es sickert genug durch auch für die frei lebenden Fische und deswegen denke ich sind mehr als genug da. Das haben mit Sicherheit die Delfine auch gemerkt und kommen Mittag machen. Delfine finde ich faszinierende Lebewesen.