Karystos 2 auf Insel Evia
Am nächsten Morgen tanken wir Wasser, klemmen den Strom ab und starten nach Karystos. Es ist erneut windig und es soll die nächsten Tage richtig starken Wind geben. Adonis und andere Einheimische mit denen ich gesprochen habe haben mir abgeraten am Wochenende unterwegs zu sein. Es wird Meltemi geben. Auf jeden Fall haben wir gerade günstigen Wind, segeln um den Kap herum und nehmen Kurs auf Karystos. Zwei Seemeilen vor dem Hafen fallen mir zwei Segelyachten auf die vor Steuerbord kommend zügig Richtung Hafen fahren. Mist wenn die beiden vor mir da sind können die mir die guten Plätze wegschnappen. Ich geb auch Gas was geht aber so schnell wie diese modernen Segler bin ich bei weitem nicht. Ich schaffe es zwischen den zwei in den Hafen einzufahren und sehe wie die erste Segelyacht direkt „meinen“ Liegeplatz hinter der luxus Motoryacht ansteuert. Wir hatten beide schon die Fender draussen und die andere zweite Yacht war auch schon hinter mir. Gut wenn der mir meinen lieblings Liegeplatz wegschnappt gehe ich nach vorne an den Kai denke ich mir, bevor ich ohne Liegeplatz bleibe denn es sind nur noch zwei Plätze frei. Da steht aber schon Adonis an der Kaimauer, er winkt die erste Segelyacht weiter und macht mir Zeichen hier an „meinem“ Platz anzulegen. So das habt ihr davon sich mit der Purr anzulegen. Hehe. Bevor sich Adonis um die anderen kümmert hilft er uns anzulegen. Wie immer ist ein kaltes Bier für ihn safort da. Im Anschluss helfe ich Adonis mit den anderen Schiffen denn er hat alle am Kai so zusammengepfercht das noch ein dritter Segler reingepasst hat. Warum musste ich mich nicht bewegen? Keine Ahnung aber eine kleine Aufmerksamkaeit bewirkt oft Wunder. Später nehmen wir die Fahrräder raus

und Sabine und Chris drehen eine Runde durch den Ort.
Auf ihrer Runde mit den Fahrrädern haben sie oben über der Stadt die Ruinen der alten Festung gesehen. Mit den Rädern da hochzufahren ist sinnlos. Gerade als ich mit Chris über die Möglichkeiten spreche wirkt das Karma. Ein Taxifahrer dreht seine Runde durch den Hafen auf der Suche nach Kundschaft. Halt stehen bleiben junger Mann. Wir sprechen mit ihm und er will 10-12 € inkl. 1/2 Stunde Warten. Also alle rein ins Taxi und auf zu Castello Rosso. Am Ende der Straße ist ein Parkplatz und der Taxifahrer warnt uns vor dem Wind. Was meint er? Später verstehen wir das. Der Wind fegt dich wirklich um. Wir steigen aus und den Hügel hoch.

Irgendwann sind die Bäume weg und es wird richtig windig.



Von oben ist der Ausblick über die Bucht gigantisch. Der Ausflug hat sich gelohnt.

Ganz oben in der Burg ist eine kleine Kapelle.

Wir marschieren zurück zum Taxi und er bringt uns mit einem kleinen Umweg wieder zum Kai. Was solls. Er will auch was verdienen. Uns hat es gefallen und er bekommt ein gutes Trinkgeld worüber er sich sichtlich freut und bedankt.
Morgen sollten wir rechtzeitig aufbrechen denn es wird windig. Ziemllich stark aber auf Grund der Richtung sollte es für uns guter WInd zum Segeln sein.