Mesolongi im Golf von Patras

In der Zeit wo wir in Kyllini vor Anker waren hörte ich keinen Funk ab. Daher hören wir kurz nach der Abfahrt und danach stündlich die Aufforderung der Küstenwache für diejenigen die sich westlich von Zakythos befinden: ein Schiff hat einen Notruf abgesetzt ohne Zeit zu haben seine Koordinaten durchzugeben!! Somit wird es jetzt stündlich aufgefordert sich zu melden und den Notruf zu bestätigen und gleizeitig erfolgt die Aufforderung an alle Schiffe in der Region Auskuck zu halten. Irgendwann an frühen Nachmittag kommt die Meldung der Küstenwache das das Schiff gefunden wurde, ziemlich kaputt, mit gebrochnem Mast und keine Spur von der Besatzung. Es wird nach Überlebenden weitergesucht.

Die Überfahrt nach Mesolongi war wieder mal anders als erwartet. Laut Windy App sollten wir Raumwind haben und wir hatten ihn auf die Schnautze. Wenn er wie vorhergesagt nur mit 6Kn in Böen mit 14Kn gewesen wäre wäre es auch nicht schlimm gewesen. Aber wir hatten 13-14Kn in Böen über 20Kn auf die Schnautze und das macht ehrlich keinen Spass. Ich versuche zu Kreutzen was eigentlich mit einem Kat sinnlos ist denn man kann keine Höhe gewinnen. Aber daduch komme ich in den Schutz des Pelopones und kann gegen den Wind fahren. Wir kommen an und da der Stadtkai noch frei ist und ein Typ am Ufer uns hinwinkt legen wir dort an.

Es dauert nicht lange und die Flotille von Sailing Holidays schlägt auf. Ruck zuck ist alles belegt und sogar im Doppelpack. Da wir feste an Land sind holen wir die Fahrräder raus und erkunden die Stadt.

Wir besuchen die Kirchen

Am Abend wollen wir essen gehen aber die ausgesuchte Taverna hat seinen freien Tag. Also in eine andere.

Das Essen und die Nachspeise waren ausgezeichet.

Tag 2

Am nächsten Morgen ist der Spuck vorbei und wir bleiben alleine am Kai.

Ich verschaffe mir einen Überblick von der Lagune und der Stadt.

Ein Hafenmeister taucht auf und will Gebühren erheben. Ich sage ihm das wir ein Paar Tage bleiben und ich zu ihm ins Büro kommen werde. Es gibt leider hier viele selbst ernannte Hafenmeister die die Liegegebühren kassieren wollen und wenns dumm läuft zahlt man öfters. Aber im Büro geht das eben nicht.

Wir mieten uns ein Auto und gehen auf Entdeckungstour. Wir überqueren die beeindruckende Brücke von Antirrio nach Rio (kostet jedesmal 14,70€). Später werden wir die Brücke mit dem Schiff passieren.

Wir fahren nach Patras. Große Hafenstadt. Nichts besonderes zu sehen aber wir landen auf einem Markt.

Fangfrischen Thunfisch für 5€ das Kilo. Nicht schlecht.

Da kostet alles fast nichts. Tomaten 0,80€/Kg, Orangen 0,59€/Kg usw. Aber es ist zu heiß und wenn wir viel einkaufen geht alles kaputt. Wir kaufen nur das Notwendigste und weiter denn wir wollen um den Limni See fahren. Es ist heiß und wir legen einen Stop für ein Eis ein. Sitzen in einem Park und sind fast alleine da. Nur noch eine Familie mit Tochter. Eltern sprechen griechisch, Kind antwortet deutsch. Gute Kombi. Einheimische die deutsch können? Los befragen! Das Ergebnis war eine wahnsinns Fahrt durch die Berge im Hinterland zum Kloster Prousos. 80Km und 2 Stunden Umweg die sich sehr gelohnt habne.

Da muss die Drohne raus. Ich stelle mich auf eine Terasse und los gehts.

Wir erwischen noch das Abendgebet und dann wird das Kloster geschlossen.

Aufname erfolgte von aussen da man innen nicht durfte.

Das war ein anstregender Tag mit über 240Km überwiegen Bergstraße mit herunterfallenden Steinen und tiefen Straßenlöchern. Auch so, in einem früheren Beitrag erwähnte ich ein Verbotsschild. Dazu habe ich gelernt das dies nur „eine Empfehlung“ ist. Gestehe, fahre selber immer griechischer wie z.B. Verbotsschilde ignorieren, Geschwindigkeitsbegrenzungen ignorieren denn die interssieren eh keinen und on top verkehrtrum im Kreisverkehr weil es kürzer ist und zwar nur eine Ausfahrt anstatt normal im Kreisverkehr vier Ausfahrten zu passieren. Wenn ich wieder zu Hause bin höre schon jetzt einen meiner Söhne im Herbst zu mir sagen wie bereits letztes Jahr „Papa du bist nicht mehr in Griechenland“. Meinte er wohl meine Fahrweise??

Tag 3

Wir wurden von unseren Freunden in Deutschland aufgefordert beim Stadtradeln mitzumachen. Also App installierrt und los gehts. Wir haben hier traumhafte Radwege.

Wir treffen einen netten alten Herren der jeden Morgen sich eine Kriegsbemalung zulegt und 10Km läuft.

Am Ende der Straße sind mehrere Häuser (nicht nur eins :-)) die hier diese Region bekannt gemacht haben. Pfahlhäuser der Fischer, wie in Asien, die aber jetzt viel größer gebaut wurden und als Ferienhäuser vermietet werden. Jedes Haus hat seinen eigenen Anlegesteg.

Das fand ich am schönsten mit einer geräumigen Terasse und Aussendusche.

Ich fahre manchmals morgens bis zum Salzmuseuem und zurück nur wg. der Kilometer 🙂 Ausserdem fahren wir zum Einkaufen oder Essen auch nur mit dem Rad. Bis zum Lidl sind es 2,6Km, zum AB 1,9Km und zum Salzmuseum 5,5Km einfach. Hatte mir schon eine Anfrage überlegt ob die gefahrenen Kilometer mit einem normalen Rad, kein e-Bike, nicht das Dopppelte zählen sollen und bei 40° im Schatten das vierfache. Haben immerhin einige zig Kilometer zusammenbekommen.

Tag 4

Heute ist unser 44. Hochzeitstag. Wir wollten eigentlich chillen aber unsere Wasservorräte sind erschöpft und somit muss ich vor zum Hafenmeister und die Gebühren bezahlen und ihn bitten den Wasserhahn freizuschalten. Wenn wir schon Wasser haben dann: werden die Wassertanks befüllt, die Waschmaschine angeschmissen das Schiff, Fender und Beiboot gewaschen. So kriegen wir den Tag rum. Aber am Abend gehts in eine bestimmte Taverna bei dessen Besitzer ich einen besonderen Wusch plaziert habe.

Wir feiern unseren Tag gebührend.

Tag 5

Morgens machen wir ein Fahrradausflug damit wir nicht die ganze Zeit rumgammeln. Wir fahren an das Ende der Lagune und wollen am Salz Museum vorbei. Halt das hat doch geöffnet. Rein mit uns. Wir erhalten einen elektronischen Fremdenführer und gehen die Stationen durch.

Man erfährt vieles über Salz hier und nicht nur aus der Region sondern vom Salz auf der ganzen Welt.

Wie früher hier gearbeitet wurde und mit welchen Mitteln

bis zu den über 1500 gestifteten Salzstreuer aus Glas, Porzelan, Holz, Knochen oder Tierhörner und Hufen.

Aussen verschafft man sich einen Überblick von dem Aufwand der betrieben wurde um Salz zu gewinnen.

Es ist sehr heiß hier. Und feucht. Ich habe uns eine Klimaanlage bestellt und die wurde angeliefert. Ich zog dann wieder in die Stadt um ein Stück Plastik zu finden. Letztendlich habe ich was gefunden, bin zurück zum Schiff und habe drei Stunden in brütender Hitze an der Lukenabdeckung gearbeitet. Die ist auch was geworden.

Jetzt Klimanalage anschließen

und wohlfühlen. Ich beobachte den Stromverbrauch. Unsere Hausbatterien würden die 60A die Stunde vertragen aber …..es gibt immer ein aber. Die Hausbatterien müssen auch wieder aufgeladen werden und wenn sie tagsüber entladen werden kann man sie nicht beim Mondllicht wieder aufladen. Also bleibt nur die stundenweise Benutzung der Klimaanlage und nächstes Jahr kommen leistungsfähigere Solarpanele drauf damit die Klimaanlage nur auf Solarstrom laufen kann. Das ist das Einzige vernünftige. Bin bereits beim Ausarbeiten und Planung.

Wir sind genug rumgehangen. Jetzt geht es dann weiter.