Noch immer in Galatas
und da werden wir auch bleiben.
Eines morgens um ca. 08:15 als ich noch im Bett saß und die Wettervorhersage checke höre ich sehr nahe ein Pfffff. Ich kenn das!! Ich drehe mich schnell um uns sehe einen Delfin 4-5 Meter hinter unserem Schiff auftauchen und ausatmen. Das ist dieses markante Geräusch, dieses Pffff. Hole schnell das Handy und gehe raus. Zu spät. Er ist weg. Schade. Das sie sich in dieses Getümmel von Boote trauen!!
Am nächsten Tag spreche ich mit unserem Bojenvermieter Liakos und erzähle ihm von der Begegnung. Er sagt das Delfine sich sehr selten hierher verirren. Als ich ihm von diesem Pffff erzähle flippt er fast aus. „Malakia foca“ sagt er nur und fuchtelt wild mit den Händen rum. Ah so Robben sind das und keine Delfine. Er erzählt mir das die Robben hier eine richtige Plage geworden sind, sich unheimlich vermehrt haben und den Fischern große Probleme bereiten.
Nun hatte Conni auch die Gelegenheit ihr neues SUP zu testen worauf sie sich schon lange gefreut hat.

Wie man sieht hat sie es nicht verlernt.
Ich bin täglich am Basteln und Reparieren. Die Halterung des Wasserhahns an der Toilette ist gebrochen. Ausgetauscht. Ich habe den Druckverlust in der Wasserleitung unterbunden indem ich im Rückspühlkreislauf des Watermakers einen weiteren Wassersperrhahn eingebaut habe. Irgendwie ist das nicht unsere Saison. Ich habe festgestellt das ich meine Uhr nicht mehr finde, obwohl ich der festen Überzeugung bin das sie hier irgendwo auf dem Schiff ist, Conni hat einen Ohrring verloren. Wir suchten das ganze Schiff ab, haben Conni ihr Bett zerlegt, in dem Steuerstand gesucht, haben sogar die Staubsaugertüte aufgeschnitten und durchsucht aber nur eine kleine Schraube gefunden. Ok ist auch weg. Vielleicht, oder sogar sicher, hat sie ihn im Wasser verloren. Mist die waren von der Kreuzfahrt 2016. Jetzt braucht sie neue!! Weihnachten kommt bestimmt 😉
Auf Grund der Situation dieses Jahr machen wir keine großen Sprünge sondern nur kleine Tagesausflüge. So einen machen wir letztendlich nach Shoebill Bay (auf Navyli aber auf Google Maps = Jana`s Bay, warum auch immer?!). Letztendlich weil wir eine Bucht gesucht haben in der wir alleine sein können. Alle Buchten auf der östlichen Seiet von Poros waren belegt oder zu eng zum Anlegen. Als wir in Shoebill Bay ankommen sind wir alleine da. Toll. Super klares Wasser und die Paar Wespen machen gar nichts wenn man sie in Ruhe läßt. Dauert keine 20 Minuten und ein neuer Katamaran kommt rein und pflanzt sich vor uns rein. Ist i.O. Aber der zweite der reinkam war rotzfrech und ankerte zwischen uns beiden mit einem Abstand von einigen wenigen Metern zu beiden.

Auf dem Bild ist es zu erkennen wie dicht an uns er geankert hat. So etwas geht nur bei Windstille. Bei anderem Wetter hätte ich zum Handbohrer gegriffen und meine Taucherausrüstung angelegt :-(( Nur Spass. Diese Charterboote!! Sind immer an den aussen hängenden Fender zu erkennen. Irgendwann fährt der erste Kat weg und der zweite versetzt, denn er lag sowieso über meinem Anker. In der Zwischenzeit blicke ich ins Wasser und meine Güte da sind ja Fische!! Also Angel raus.

Vielleicht habe ich Glück. Am Abend zuvor waren wir Essen und Conni hatte sich zum Abschluss auf der Straße einen gegrillten Maiskolben gekauft. Da waren noch einige Maiskörner dran. Die habe ich als Köder benutzt. Nach einigen Male Fische füttern, also haben die mein Köder gefressen, war ich endlich erfolgreich.

Bis sie keine Lust mehr hatten anzubeißen habe ich vier davon erwischt. In diese Bucht müssen wir noch kommen.

Für ein Mal braten langt`s. Trotzdem sind wir abends Essen gegangen.

Was isst Conni? Muscheln Saganaki.

Und was esse ich? Das weiß jeder der mich kennt.

Jeden Abend Essen gehen wird zu teuer über die Zeit, also kocht Conni auch mal was zu Hause. Die besten Spaghetti mit Meeresfrüchten die es gibt.

Und danach geniessen wir den schönen Vollmond.

Da wir nun hier in Galatas / Poros bis Ende September verbleiben werden vertreiben wir uns die Zeit mit dem Testen der Tavernas. Wir haben nun drei ausgemacht, zwei auf Galatas und eine auf Poros Seite, wo man wirklich gut und noch preisgünsig Essen kann. Man Kann hier ein Bier mit 3€ oder 6€ trinken. Wohlgemerk das Gleiche!! Eine Portion Kalamari kann man für 10,50€ oder auch für 20€ haben. Bleibt jedem selber überlassen. Wir haben eine Taverna gefunden wo die Mama noch in der Küche steht und es sehr leckeres essen preisgünstigst gibt.

Ich habe sogar freiwillig auf Kalamari verzichtet und einen leckeren überbackenen Auberginen Auflauf gewählt. Conni wollte schon lange die Schnecken probieren. War überrascht wieviel Fleisch in so einer Muschel steckte. Mit Ouzo, Bier und 1/2 Liter Weiswein liegt man hier bei 25-30 €. Einfach super.
Vor zwei Jahren haben wir Andrea und Michael auf der „Arbalette“ in Preveza kennengelernt. Nun kommt Andrea mit ihrer Schwester Petra für einige Tage nach Poros. Dimitris, ihr Bojenvermieter, hat die Arbalette an den Kai gelegt. Ich habe Michael gleich ein Bild geschickt.

Wir haben Andrea und Petra eines Tages besucht und beschlossen am Abend gemeinsam Essen zu gehen. Sind mit dem Dinghi nach Poros und dann auf der Arbalette ein Gläschen Wein zu uns genommen. Im Anschluß gings zu einer schönen Taverna über den Dächern von Poros.

Nach dem Essen schlendern wir durch Poros und entdecken eine Band an einem kleinen Platz.

Selbstverständlich kommt es zum spontanen Tanz. Da darf Conni doch nicht fehlen.
Und dabei sind den Menschen ihre Sachen relativ egal

Man geht einfach Tanzen. Da langt schon keiner hin.
Der angebrochene Abend kann nicht so einfach dagelassen werden. Wir gehen alle in eine Bar.

mit musukalischer Unterstützung.
Es wird weit nach Mitternacht bis wir zurück auf unser Schiff gehen.
Der Tagesablauf wird immer „stressiger“. Spät aufstehen, zwischen 8 und 9 morgens, zwischen 11:30 und 12:00 Uhr etwas Essen, Mittagsschlaf und am Nachmittag an einen der Strände fahren um zu Baden und warten das „ora 5“ wird. Puh. Schwere Zeit. Zwischendurch wird die Natur beobachtet,
Hafenkino gekuckt (Anker am Boden verheddert)

oder wir fahren wieder in die schöne Bucht mit klarem Wasser um zu Baden oder Fischen.
Ich nutze die Gelegenheit der sauberen Bucht und will den Watermaker testen. Befolge die Anweisungen des Handbuches, entlüfte den Watermaker, schließe alle Ventile und drücke den Start Knopf. Der Watermaker fängt an zu arbeiten, baut den Druck auf (man hört die Kolben arbeiten) und …. bei ca. 7 Bar fliegt mir ein Schlauch um die Ohren. Scheibenkleister. Eine Schelle hat dem Druck nicht standgehalten den Schellen sind nicht gleich Schellen. Die linke im Bild ist eine Hochdruckschelle und die braucht man denn der Watermaker kann bis zu 10 Bar Druck aufbauen. Die rechte ist vieleicht für´n Gartenschlauch geeignet.

Nach Rücksprache mit dem Schenker Techniker in Athen wußte ich was nicht stimmte. Nun habe ich die Gewissheit das der Watermaker auch funktioniert. Die Verkabelung und Elektronik ist i.O. und de Rest kann gefixt werden. Mit der Strom Erzeugung haben wir keine Probleme und trotz verschwenderischem Umgang schaffen wir nicht mehr als 15% der Batterieleistung zu verbraten. Die neuen Solarpanele liefern genügend Strom um die Batterien bis Mittag aufzuladen.

Das Monitoring zeichnet Spitzenwerte von bis zu 770W auf, das sind über 60A und dazu kommt wenn der Motor läuft die Lichtmaschine mit ihrer 120A Leisung. Aber die zwei Orion XS Laderegler mit je 50A drosseln die Ladeleistung auf das Notwendigste. Passt alles wunderbar wenn der blöde Inverter nicht solche Probleme machen würde. Aber das kriegen wir auch noch gebacken.
Die Drohne wurde auch auf Funtionalität getestet.

Eines abends laden wir Andrea und Petra zu uns ein. Ich fahre mit dem Dinghi und hole sie ab
und wir machen uns einen gemütlichen Abend.

Fortsetzung folgt