Olympic Marina (daneben)

Heute starten wir mit unserer Freundin Helga in Richtung Lavrion nachdem wir die üblichen Tätigkeiten wie Aufräumen, Müll entsorgen usw. durchgeführt haben. In Lavrion hätten wir die Möglichkeit längsseits anzulegen und in die Stadt zu gehen. Das Wetter ist gut mit schwachem Wind, zu schwach für die Genua. Ich hab’s versucht aber bei den 4-5kn Wind flattert die schwere Genua nur sinnlos hin und her. Helga und Conni machen es sich unterwegs bequem im Bug und retten die Welt.

Ich hatte schon vor dem Start die Wegpunkte der Route in den GPS eingegeben so das ich unterwegs nur die einzelnen Wegpunkte an den Autopiloten übergeben muss. Es folgen vier entspannte Stunden Fahrt in denen ich zwischendurch mein Anglerglück herausfordere. Aber es hat mich verlassen. In Lavrion angekommen stellen wir fest das es ein riesiger Hafen ist in dem auch jede Menge Fähren anlegen. Deswegen wird in den Apps vor der einen oder anderen Liegestelle gewarnt wegen Lärm und Gestank. Ja und die Fähren lassen tatsächlich ihre Motoren und Generatoren laufen, da ist eine Luft wie in einer Unterführung einer Großstadt!! Nö da bleiben wir nicht. Das gefällt uns nicht und die wollen auch noch Geld dafür. Ich beschließe um die Ecke zur Marina Olympic zu fahren. Da kommt der nächste Schock. Laut der Navily App wollen die für unseren Kat 122€ pro Nacht. Die haben eine oder mehrere Schrauben locker. Ich beschließe in dem Bojenfeld vor der Marina zu Ankern und lege mich ein wenig schlafen.

Als ich aufwache zeigt mir Conni auf dem Plotter das wir rutschen. Auf Grund des geringen Abstands zwischen den kleinen Fischerbooten kann ich bei der Wassertiefe von 2 Metern nur 10 Meter Kette lassen. Das ist entschieden zu wenig für unsere 7 Tonnen. Da ich schon vorher den Anker überprüft hatte und bei der Gelegenheit mir auch die Bojen in der Nähe angeschaut hatte wusste ich welche freie Boje ein großes Gewicht unten hatte. Wir starten die Maschine, ich drehe das Schiff und Conni greift sich die Boje. Wir machen fest und fühlen uns jetzt sicherer. Heute Abend wollen wir ausgehen denn Helga hat Geburtstag.

Wir gehen schwimmen denn das Wasser ist herrlich und danach genießen wir ein Bierchen denn es ist ora cinci.

Gegen halb sieben lassen wir das Dinghi ins Wasser un dwollen in die Marina fahren zum Essen. Innerhalb der Marina taucht ploötzlich ein Schlauchboot auf und der Marinero frägt wohin wir wollen. Wir erklären ihm das wir ins Restaurant wollen zum Essen. Er sagt uns das die Marina privat ist und wir hier nicht zum Essen gehen können da wir nicht Gäste der Marina sind und ausserhalb geankert haben. Also das habe ich noch nie gehört und erlebt. Wir bestehen darauf das er nachfrägt was er auch tut um uns wiederholt zu sagen die Marina sei privat und wir hier nicht an Land gehen können und dürfen. Das ist eine absolute Unverschämtheit. Das ist dieselbe Marina die mir meine Anfrage auf einen Winterliegeplatz mit einem Preis von 7.500€ für 6 Monate beantwortet hat. Bei denen fehlen sowohl die Tassen als auch sämtliche Schrauben und Muttern. Ich hoffe die Olympic Marina wird sich auf meine Kommentare in den Segler Apps sehr freuen. Für uns ist sie auf jeden Fall nicht mehr auf der Karte vorhanden bzw. gestorben. Wir machen kehrt und gehen ans andere Ufer wo wir einige Einheimische gesehen haben. Die sind ganz freundlich und zeigen uns wo wir unser Dinghi lassen können und als wir kein Taxi über Uber oder Freenow bekommen fährt uns einer von ihnen sogar in die Stadt. Wir schlendern ein wenig durch die Stadt

aber man merkt schon das die Saison vorbei ist.

Viele Tavernas haben hier auch geschlossen und mann kann sich überall hinsetzen denn jeder Gastwirt ist froh über einen Kunden. Wir suchen uns ein Lokal aus und feiern Helga ihren Geburtstag.

Sehr schnell haben wir interessierte Mitesser. Plötzlich haben wir fünf Katzen um den Tisch und einen treu blickenden Hund.

Leider mag er kein Brot und Scampi- und Muschelschalen geben wir ihm nicht. Schade. Irgendwann geht er zum Nachbarstisch uund kuckt ob er dort was bekommt.

Am Abend holen wir uns ein Taxi und fahren zurück zum Dinghi und auf’s Schiff. Taxi fahren ist in Griechenland kein Luxus. Die Fahrt kostet nur 5€. Wir bleiben noch lange wach der es ist ein sehr schöner und ruhiger Abend.