Tschüß Preveza, hallo Nydri
Wir sind noch in die Marina Preveza gefahren um die Wassertanks vollständig zu füllen und dabei fällt mir auf das das GPS und die Geschwindigkeitsanzeige nicht mehr funktionieren. So ein Mist. Während der Wartezeit vor der Marina mache ich mich auf die Suche der Ursache. Die ist schnell gefunden. Im GPS steckt ein Anschluß ohne Kabel. Habe gestern die Kabel mit Kabelbinder festgemacht und anscheinend das aus dem GPS rausgerissen. Als wir zurück sind wird das sofort repariert.
Haben noch unsere letzten Einkäufe in einem Superkarkt in Preveza erledigt. Waren schon öfters hier zum Einkaufen aber nun erlebe ich eine Überraschung!! Während ich so unschlüssig vor einem Berg an Wasserflaschen stehe und nicht weiß welches ich holen soll kommt ein junger Verkäufer vorbei den ich gleich anspreche. Welches Wasser ist spritzig, für Conni, welches ist still, für mich. Der junge Mann erklärt mir ganz freundlich die Aufteilung der Wassersorten und fordert mich auf so viel zu kaufen wie wir brauchen. Hä? Junge wer soll das schleppen? Den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht und schon erklärt er mir mit breitem Grinsen das in die Marina oder zu den Liegeplätzen alles kostenlos zum Ufer angeliefert wird. So jetzt fällt mir aber die Kinnlade runter!! Und warum schleppe ich seit Tagen Wasser, Bier und Einkäufe herum? Jetzt am letzen Tag vor unserer Abreise nuttze ich das noch aus und lade zwei Einkaufswägen voll. Als wir durch die Kasse sind war der Junge mit dem Auto schon da, hat alles mit mir eingeladen und mich zum Liegeplatz gefahren. Bis Conni gekommen ist habe ich alles ins Beiboot geladen. Auf dem Schiff alles verstaut und zurück in die Stadt um uns gebührend von Preveza zu verabschieden.

Wir setzen uns an der Promenade in eine Bar und trinken ein Bier. Dazu gibt es Mese. Das ist eine Beigabe wenn man ein Bier bestellt. Kostenlos.

Später gehen wir Essen in ein Lokal das Conni „angelacht“ hatte. Es gab Muscheln saganaki und gegrillten Oktopus. Lecker. Am Abend geniesen wir den Ausblick unserer Terasse.

Am nächsten Morgen nach dem Kaffee geht es los Richtung Lefkada. Wir kommen pünktlich an als die Brücke aufgeht und passiere den Kanal.


Zwei Stunden später sind wir in Nydri und legen fast an der gleichen Stelle wire letztes Jahr an. Nur dieses Jahr ist hier alles viel voller.

Da unsere Drohne repariert, bzw. von DJI ersetzt wurde, wird es demnächst wieder Drohenbilder geben 🙂
Wir setzen über in die Stadt und schlendern durch. Alle sind vorbereitet und warten auf Gäste aber die sind noch nicht alle da. Letztes Jahr Ende September Anfang Oktober war hier viel mehr los. Jetzt…..

Aber die Staft hat sehr viel getan. Weiter hinten zum Lokal „Ana Maria“ wo es die besoffene Muscheln gab sind Gehwege auf beiden Seiten der Straße gebaut worden. Der Stadtkai ist ausgebaut worden und bietet viel Platz mit Wasser und Strom. Das finanzielle Potenzial der Segler ist erkannt worden und sie wollen nur unser Bestes 😉
Die Ausflugsboote sind bereit und warten auf Kundschaft. Wir habne auch ein Foto gemacht aber nur um zu wissen wo die schönen Strände sind. Da können wir selber hinfahren.

Die Natur ist hier viel weiter als bei uns, Zitronen, Aprikosen und Orangen sind bereits reif und die Blumenpracht ist beachtlich.

Etwas starker Wind kommt auf und es sieht verdammt nach Regen aus. Also zurück aufs Schiff. Conni kocht wie immer was leckeres und wir Essen.

Sonntags bleibt die Küche kalt sagt Conni. Also müssen wir essen gehen. Auf der Überfahrt nach Nydri zickt plötzlich der Aussenborder. Noch ein Paar Zuckerle und er bleibt stehen. Hä? Was soll das.

Ein freundlicher Bootsfahrer der mir seiner Familie auch Essen geht schleppt uns ab. Der Aussenborder war vor einer Woche in der Marina bei der Inspektion und letztes Jahr hat er einwandfrei funktioniert.
Wir gehen in eine Taverna die Conni ausgesucht hat und da der Gastwirt mich seinen Freund nennt frage ich ihn gleich ob er jemand kennt der sich den Aussenborder anschauen kann. Er zückt sein Handy, telefoniert ein wenig rum und drückt mir eine Telefonnummer in die Hand. Am nächsten Morgen rufe ich Dimitri an und wir verabreden uns für 14:00. Bis dahin haben wir Zeit. Conni bringe ich ans Ufer. Sie geht mit den Stöcken laufen und schickt Eindrücke von unterwegs.




Währenddessen lasse ich die Drohne fliegen

Die Wracks in der Bucht.

Nydri
Plötzlich bemerke ich eine Möve oder Albatros, etwas großes, das meine Drohne in großer Höhe umkreist. OK die Erfahrung habe ich schon letztes Jahr gemacht. Schnell runter mit der Drohne sonst wird sie angegriffen!!
Am Nachmittag setzen (paddeln!!) wir nach Nydri über. Der Machaniker ist überpünktlich

und eine halbe Stunde später bin ich 40€ ärmer aber der Aussenborder läuft wieder. Nicht lustig fand ich das er auch gelacht hat als ich ihm erzählt habe das der Motor bei der Inspektion in der Marina war. Er war der zweite an diesem Tag. So habe ich erfahren das die in der Marina den Motor starten und wenn er läuft ist alles gut. Inspektion erledigt!! Also habe ich 200€ umsonst bezahlt. Bin ich froh nichts weiters in der Marina beauftragt zu haben. Hier in der Nydri Marina hatte ich bereits einen 6PS Mercury im Auge (grins grins). Nun bleiben wir noch zwei Tage hier den morgen Abend ist Folkloreabend. Ein muss.
Es war ein schöner Abend an dem nur zwei Leute, Opa (77) und Enkelsohn (38), eine tolle Unterhaltung angeboten haben. Conni wurde von dem alten Herren für ihre Tanzkünste gelobt.
Da wir noch einen Tag länger bleiben müssen wegen dem Aussenborder der noch immer nicht sauber läuft ist Conni mit ihren Stöcken unterwegs und entdeckt schöne Stellen.


Dimitri (der Mechaniker) nimmt mein Aussenborder mit in seine Werkstatt und zerlegt das gute Teil. Der Termostat ist kaputt, die Opferanode nicht mehr vorhanden usw. Er repariert in gründlich und unser Aussenborder brummt wie neu. Am Abend gehen wir bei Dimitris Essen.

Bisher war uns (fast) alles bakannt. Ab morgen geht es weiter in den Süden.