Galatas
Unsere letzte Liegestelle auf der Insel Moni war super. Aber nicht ruhig genug in der Nacht und nach drei nicht ganz erholsamen Nächte beschließen wir weiter zu ziehen. Die Windy App besagt für die nächsten Tage auch nichts gutes daher brauchen wir einen sicheren und ruhigen Liegeplatz. Wir machen uns auf den Weg zur Insel Poros. Ihr gegenüber liegt Galatas. Hier haben wir für drei Wochen eine Boje reserviert. Gut wir sind jetzt zwei Wochen zu früh dran aber unser Gastgeber, Liakos, hat gesagt kein Problem. Wir hatten uns für 14:00-15:00 angemeldet ohne zu überlegen das es Sonntag ist. Liakos frägt ob wir nicht früher kommen können. Ok. Sorry. Vielleicht will Liakos auch was mit seiner Familie unternehmen. Da wir sehr sehr früh gestartet sind erreichen wir das Bojenfeld vor Galatas bereits um 11:00. Nach telefonischer Voranmeldung wartete Liakos bereits auf uns und begeleitete uns zu unserer Boje. Wir machen fest und klären mit Liakos das wir diese bis Mitte August nicht mehr loslassen werden. Als nächstes fragen wir nach einem Winterliegeplatz. Kein Problem sagt Liakos. Als er uns den Preis nennt fallen wir aus allen Wolken. Das ist nur ein Drittel dessen was wir bis jetzt bezahlt haben. Ein Traum. Wir haben einen super Liegeplatz.

Relativ nahe am Ufer ein kleiner Strand und ganz wichtig eine Stranddusche. Vielleicht versteht das nicht jeder der einfach ins Bad geht und so lange duscht wie er will. Bei uns mit den begrenzten Wasserreserven ist der Wasserverbrauch sehr wichtig. Wenn wir sparsam sind kommen wir zu zweit zwei Wochen zu recht. Nur ist es so das es dieses Jahr schon losging mit den Wassersparmaßnahmen in Griechenland. Uns bekannte Segler berichteten das die Marina Cleopatra, wo wir überwintert haben, das Wasser für eine Woche gesperrt habe. Andere berichteten von Seglern die auf Grund der Trockenheit in Lefkada kein Wasser bekommen haben weil es da auch noch gebrannt hat. Könnte sein das in naher Zukunft Wasser im Mittelmeer teurer wie Sprit sein wird. Vielleicht brauchen wir doch ein Watermaker. Aufgabe für nächstes Jahr? Ich habe sowieso mit der Planung für 2025 angefangen.
Am Abend kucken wir in den schönen Sonnenuntergang

auf später auf die hell hell beleuchtete Stadt

Tag 2
Am nächsten Morgen nutze ich die Gunst des Augenblicks und lasse die Drohne fliegen. Blick nach Westen.

und nach Osten

kleiner Rundblick weil es so schön ist
eine kleine Werft in der wir vielleicht auch landen werden

Ich jage die Drohne über die Bucht fast ein Kilometer weit um Poros aus einem ganz besonderem Winkel aufzunehmen

Ist doch einfach schön. Nach dem Morgentrunk „satteln“ wir das Dinghi und fahren nach Poros in den Hafen um uns die Stadt anzusehen.

Der Hafen ist maßlos überfüllt. Es ist toll in unmittelbarer Nähe der Stadt zu sein aber wir fühlen uns nicht wohl wenn jeder der vorbeiläuft uns in den Teller oder ins Glas kuckt. Man hat keine Privatsphäre. Lieber irgendwo vor Anker in Reichweite der Stadt, schnell mit dem Dinghi hinfahren, Leben genießen und wieder Heim auf die Terasse. Das ist unsere Einstellung.
Wir marschieren durch die Stadt und kucken uns die einzigartigen in und auf die Felsen gebauten Häuser an


die typischen engen Gassen


da soll mal einer mit dem Auto durch oder die normalen Straßen aber da fahren die wenigsten bei der Hittze.

und Marschieren weiter. Es ist heiß aber zu meiner großen Freude finden wir immer öfters Feigen. Die wachsen hier überall wie bei uns die Disteln oder Brennesseln aber die kann man immer Essen. Wir werfen noch einen letzen Blick auf Poros von Galatas aus

und suchen den AB Supermarkt auf um unsere Vorräte aufzufrischen. Wir haben keine Früchte und keine Melone mehr. Melone wird jeden Nachmittag frisch aus dem Kühlschrank verspeist. Ich könnte jeden Tag eine ganze Honigmelone verdrücken. So erfrischend! Der AB Supermarkt hat den Vorteil eine Fleischtheke zu haben. Andere Supermärkte in Griechenland haben das nicht. Ein wenig Fleisch braucht man auch ab und zu. Conni beschließt Spaghetti zu machen. Alle zwei Monate Mal ist OK. Am Abend haben wir uns den Bauch vollgehauen. Wir müssen hier weg. Nur lecker Essen zwei Wochen lang wäre für die Figur nicht angebracht..
Tag 3
Chillen ist angesagt. Also machen wir heute sauber und putzen. Nach dem Mittagsschlaf gehen wir Schwimmen, anschließend Duschen und am Abend gehen wir Essen in einer Taverna die am Mittag ganz voll war.

Erstaunlicher Weise sind wir die einzigen die hier sitzen. Ok wir sind zu früh. Gegen halb zehn kommen die Leute zum Essen und wir lernen noch eine rumänische Familie kennen die seit 2016 immer hierher kommt. Wir tauschen die Telefonnummern aus und hoffen uns nach der Rückkehr von Athen zu treffen.
Wir waren auch am Fährterminal und haben uns Tickets für Athen gekauft. Wir fahren mal rüber und kucken uns Athen und die Sehenwürdigkeiten mal an.
Wir waren jetzt vier Tage weg und da es auf der Karte keine Marker für die Tage gibt geht es über den Link hier oben. Die Zeitrechnung der Tage wird jetzt nicht mehr klappen daher werde ich über die Ereignisse nur erzeählen.
Habe in der Zwischenzeit in Athen weiter mit Peter über den Autopiloten kommuniziert. Habe von ihm wichtige Hinweise bekommen wie ich was Testen kann. Werde ich die Tage tun. Der TMQ AP4 Autopilot den wir haben ist zwar fast 20 Jahre alt aber eine professionelle Ausführung die heute noch so produziert wird wie ich im Web herausgefunden habe. Peter hat sich sogar angeboten in Australien Ersatzteile zu besorgen und sie mir zu schicken. Auf ihn ist immer verlass mein lieber Peter.
In den folgenden Tagen..
Während wir in Athen waren hat es hier ein „wenig“ Gewindet. Der Check ergab nichts negatives, es ist nichts weggeflogen nur den Sonnenschutz an der Seite hat es aus seinen Schienen gezogen. Das passiert meistens bei einer Windstärke von über 30 Knoten. Ich kucke mich um nach neuen Nachbarn. Oje!! Der eine ist weg. Aber er hat den Liegeplatz nicht verlassen. Offensichtlich hat der Anker nicht gehalten und jetzt ist er an Land.

In diesem Bojenfeld ist sehr sehr viel Platz. Viele Segler kommen hierher um ihre Boote hier zu lassen. Manche von ihnen sind seit Jahren da und ich glaube der kleine Segler hatte das gleiche Schicksal.
Wir chillen und trödeln in den Tag hinein, gehen öfters Schwimmen, halten pünklichst unsere Siesta und Abends gehen wir in die Stadt. Mal nach Galatas, mal nach Poros. Mal betrachten wir einfach die wunderbaren Sonnenuntergänge die nie gleich sind


oder lassen die Seele baumeln und betrachten den Himmel.

Was mag das wohl sein? Ein Skorpion vielleicht? Fantasie kennt keine Grenzen.
Wir gehen sehr oft Essen denn es ist super billig. Eine Portion Fleischbällchen mit Tomatensoße, Pommes und Reiß für 6,50€?



Lohnt es sich noch zu kochen? Ja, denn an Conni’s Spaghetti mit Meeresfrüchten (mit viieeeel Parmesan) kommt keiner ran.

Gerne beobachten wir bei unseren Spaziergängen die Katzen die hier überal anzutreffen und absolut entspannt sind.

Geniessen die schönen Ausblicke von den Anhöhen auf Poros in Richtung Galatas
und die sehr schönen Blumen.

Conni geht mit ihren Stöcken los und wandert bis zu einem Liegeplatz den wir schon bei der Anfahrt hierher gesehen haben.

Es ist ein kleiner Familienbetrieb der sehr gute Bewertungen hat. Es ist Kalypso Boatyard. Wir wollen auch eine Anfrage machen und werden gebeten mit unserem Schiff vorstellig zu werden damit sie einiges überprüfen und sicher sind das sie uns aus dem Wasser nehmen können denn sie habne keinen Kran sondern machen es mit einem Trailer. Wir fahren dahin und werden vermessen. Die erste Aussage ist das unser Schiff zu schmal ist und der Trailer nicht zwischen die Kufen passt aber sie könnten das umbauen und sie werden sich noch melden. Mal sehen. Da wir eh fast am Ende der Bucht sind fahren wir weiter und wollen eine Badestelle suchen. Wir finden nur ein Wrack

und da langsam Wind aufkommt beschließen wir nach Hause zu gehen an unsere Boje denn am Abend gehts zum Sommerfest nach Galatas. Zuvor musste Conni noch zum Frizeur. Wir marschieren hin und der Laden hat geschlossen. Hä?!? Laut Öffnungzeiten sollte offen sein. Na ja, andere Länder andere Sitten. Wir gehen zum Laden über die Straße und fragen nach warum geschlossen sei. Es wird uns geantwortet das die Inhaberin im Haus dahinter wohnt. Also hin zur Klingel und läuten. Eine Frau kuckt raus, Conni zeigt ihr Haare schneiden und die Frau winkt uns nach vorne. Sie macht den Laden auf und Conni ist dran. Das kam dabei raus.

Das Sommerfest war der Hammer!! Angefangen mit der Eröffnungrede der Organisation und des Bürgermeisters

ging es dann immer munterer zu. Es wurde viel gegessen und getrunken. Der Metzger hatte einen Anhänger in dem mit Sicherheit 25-30 Spannferkel drin waren. An unseren Tisch haben sich zwei Griechinen dazugesetzt mit denen wir ins Gespräch gekommen sind. Ok eine war Australierin die die Liebe hier nach Griechenland versetzt hat.
Ich glaube der ganze Ort ist hier mit allen seinen Einwohnern vertreten. Wir sehen auch die Friseusin mit ihrer Familie.
Es gab gute Musik und eine bomben Stimmung.
Und irgendwann war Conni auch mit dabei.
Nach Mitternacht ging es erst richtig los.
Weit nach Mitternacht sind wir mit unserem Dinghi zum Schiff gefahren. Von unserer Terasse konnten wir die Musik noch weiter hören.
Um halb drei habe ich aufgegeben und mich schlafen gelegt. Puh schwerer Tag.
Zwischendurch kommuniziere ich immer wieder mit Peter und versuche den Autopiloten hinzubekommen. Es wird einiges zerlegt, gereinigt, mit Kontaktspray behandelt und hier und dort gemessen

Er ist stur und will noch immer nicht. Aber herausgefunden habe ich das der Autopilot nichts hat und funktioniert richtig wenn er nicht die Daumenkontrolle angeschlossen ist. Die LED’s an der Daumenkontrolle funktionieren auch nicht. Also weiter suchen.
Liakos schaut ab und zu vorbei und wir trinken ein Bier zusammen. Er wird hoffentlich auf unser Schiff gut aufpassen während unserer Abwesenheit die immer näher rückt. Karten für die Fähre haben wir schon.
Fortsetzung folgt